Am 24. September lief unser dritter Orientierungsworkshop „Mein Weg zum Beruf“ für Geflüchtete und Migrant*innen in der Warenannahme auf dem Faust-Gelände.

Die drei Workshops im Juni, August und September diesen Jahres wurden von der IIK und dem ADV Nord organisiert und liefen im Rahmen von „Wir leben in Hannover – eine bunte Verbindung“ des Netzwerks ALBuM in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover.

Bei der Veranstaltungsreihe ging es um Chancen und Probleme auf dem deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt, wobei jede Veranstaltung einen eigenen Schwerpunkt hatte.

Migrant*innen berichteten von ihrem Weg zum Beruf in Deutschland. Sie gaben Tipps, machten den Teilnehmenden Mut und gaben Hoffnung. Nach den Interviews, Fragen und Diskussionen mit den Gästen gab es bei allen Veranstaltungen einen gemütlichen Abschluss mit bengalischem Fingerfood und Getränken.

Unsere nächsten Termine:

Logo Move it

Move it – Du Bewegst – jeweils um 18 Uhr –
Ehrenamtliches Engagement stärken

Di. 20.10.20 zu Selbstkompetenz über die eigene Vorstellung: Wie stelle ich mich vor? Wie sehen mich die anderen?

Di. 27.10. zu Medienkompetenz: Teil 2 des Videoprojektes mit Koro Boni

Di. 03.11. zu Demokratie und Gleichstellung mit Dervis

Di. 17.11. zu Medienkompetenz: Teil 3 des Videoprojektes mit Koro Boni (Einstieg jederzeit möglich)

Di. 24.11. zu Demokratie und Gleichstellung mit Dervis

Di. 02.12. zu Selbstkompetenz

Weitere Termine werden bekannt gegeben.

 

Miteinander55+
– jeweils um 16 Uhr –
Interkulturelles Kochen und Austausch für Senior*innen

Do. 08.10.2020 (in kleiner Runde)

Do. 22.10.2020 (in kleiner Runde)

Weitere Termine werden bekannt gegeben.

Fordere jetzt die Evakuierung von Moria und den Lagern auf den griechischen Inseln!

Schreib Abgeordneten im Landtag oder Bundestag: leavenoonebehind2020.org

Das völlig überfüllte Lager Moria ist zu großen Teilen abgebrannt. 13.000 Menschen haben alles verloren, was kein Zuhause, aber ihre einzige Unterkunft war. In Deutschland haben über 170 Kommunen, Städte und Länder ihre Aufnahmebereitschaft unzählige Male bekundet. Das Bundesinnenministerium blockiert diese Solidarität und Bereitschaft. Wir dürfen keine Zeit verlieren und müssen die Politiker*innen zur Aufnahme auffordern!

Katastrophe von Moria: Jetzt Geflüchtete aufnehmen!
Viele Länder und Kommunen in Deutschland sind bereit zu helfen – Wir haben Platz!
Um die dringende Forderung zu Unterstützen, könnt ihr beitragen: Schreibt politischen Abgeordneten und unterzeichnet den internationalen Aufruf auf change.org zur sofortigen Evakuierung Morias: www.change.org

Herzlichen Glückwunsch, Yassine !

Im Juli 2020 hat er seine IHK Prüfung als Koch geschafft und somit seine Ausbildung erfolgreich beendet: Yassine ist ein wichtiger Meilenstein für seine berufliche und aufenthaltsrechtliche Situation in Deutschland gelungen.

Vor knapp 5 Jahren kam Yassine aus Marokko nach Deutschland und zur IIK. Im Sommer 2017 konnte Yassine seinen Aufenthalt in Deutschland durch eine Ausbildungsduldung für weitere Jahre sichern.

Bei Soulkitchen in Hannover fand er einen der besten Ausbildungsplätze als Koch – alle 14 Tage verwöhnt das kleine aber sehr feine Restaurant in Linden Mitte seine Gäste mit einer neue sehr exquisiten internationale Speisekarte.

Mit einem frischen Arbeitsvertrag in der Tasche kocht Yassine nun weiter mit Chefkoch Nico cremigen Pfifferling-Gruyere-Schaum, Mercimek Köftesi und viele weitere spannende Gerichte – zu unserer allen Freude.

Veranstaltung: 20.08.2020 „Wege zum Beruf“ – Migrant*innen berichten

Am 20. August besprachen wir in der Warenanahme Möglichkeiten und Probleme auf dem deutschen Arbeits- und Ausbildungsmarkt mit speziellem und kritischem Blick auf die Geschlechterrollen in der Berufswelt. Junge, engagierte Migrant*innen besuchten die Veranstaltung im Rahmen von „Wir leben in Hannover – eine bunte Verbindung“ des Netzwerks ALBuM und in Kooperation mit der Stadt Hannover.

Die Teilnehmenden hörten zu, fragten und diskutierten in einem gemeinsamen Gespräch mit zwei Expertinnen, die ihren beruflichen Weg in Deutschland bereits gestaltet haben.

Eine von Ihnen ist Oksana Janzen, die immer wieder die Wichtigkeit der Sprachkenntnisse betonte: „Deutsch zu lernen heißt üben, üben, üben.“ Im Weiteren ermutigte sie die Teilnehmden immer wieder: „Habt keine Angst um Hilfe zu fragen.“

Naadiatu Bawah, die zweite Expertin, hat 2019 ihr erstes Buch veröffentlicht und studiert International Business – Schwerpunkt Eventmanagement in Heidelberg. Sie motivierte die Teilnehmenden: „Gerade als Migrantin muss ich 100 % geben. Ich muss Freizeit hinten anstellen, um meine eigenen beruflichen Ziele zu erreichen. Das braucht viel Energie.“

Bei bengalischem Fingerfood und Getränken gab es im Anschluss an die Veranstaltung noch einen sehr herzlichen und gemütlichen Austausch. Wir danken den Expertinnen und allen Teilnehmenden für ihre hilfreichen und unterstützenden Beiträge.

Dies war unsere zweite Veranstaltung zum Thema „Mein Weg zum Beruf“, eine dritte wird im September folgen.

Visionen für ein friedvolles Zusammenleben in Hannover:

Umfragen zum LIP für alle online!

Wir sind für eine breite und diverse Beteiligung am neuen Lokalen Integrationsplan (LIP), damit wir zusammen daran arbeiten können, dass Menschen verschiedener Herkunft friedlich und frei von Diskriminierung miteinander zusammenleben.

Der Lokale Integrationsplan wird aus einem Strategiepapier und einem Katalog mit konkreten Handlungsempfehlungen für die Stadtverwaltung bestehen. Aktuell arbeiten wir am Strategiepapier mit und möchten dort die Grundsätze des sozialen Zusammenhalts in unserer Stadt festhalten.

Regelmäßig werden alle Bürger*innen befragt, um ein breites Meinungsbild und vielfältige Handlungsempfehlungen im LIP einfließen zu lassen.

Erste Ergebnisse der zweiten Online-Umfrage zum LIP (Juni/Juli 2020) zu den Fragen, welche aktuellen Themen beziehungsweise gesellschaftliche Prozesse im neuen Integrationsplan näher behandelt werden sollen und welche Vision(en) für ein friedliches Zusammenleben wir alle als Hannoveraner*innen teilen, gibt es hier: Vorläufige Ergebnisse der zweiten LIP-Umfrage.

In der ersten LIP-Befragung ging es um Begriffe wie „Teilhabe“ anstatt „Integration“ oder „Menschen mit Migrationsgeschichte“ anstatt „Migrationshintergrund“ – die Ergebnisse der ersten LIP-Befragung gibt es hier: PDF.

[14.06.2020]

Geselliger Austausch bei gegrillten Gemüse & Peperoni

IIK Grillen Move it EhrenamtlicheNach einem konspirativem Treffen der IIK-Deutsch-Lehrkräfte kam wir auf dem Platz neben dem IIK-Büro zusammen: Ehrenamtliche, unsere interkulturelle junge Move it Gruppe und IIK-Mitarbeitende.
Das vegetarische Buffet – blitzschnell gebraten unter der Zange unseres Praktikanten Steven – kam sehr gut an. Bei Cola, Salat, Camembert, Gemüsestäbchen und -Beutel lachten und tauschten wir uns in lockerer Atmosphäre aus.

Weiß, schwarz, kirschrot, sonnengelb, gepunktet, gestreift, kariert

– wir und unsere Unterstützerinnen nähen sie für euch!
Nach dem Motto „eine Maske ist besser als keine Maske!“ nähen unsere Unterstützerinnen zusammen mit unserer IIK-Leiterin Lipi Mahjabin Ahmed seit Mitte März fleißig Masken. Bei unseren Teilnehmer*innen, Ehrenamtlichen, Geflüchtete und sonstige Unterstützer*innen finden sie großen Anklang.
Mit selbstgenähten Masken kann man im Falle einer Infektion das Risiko verringern, andere anzustecken.

Der wichtigste Schutz weiterhin: möglichst draußen treffen, Husten und Niesen in die Ellenbeuge und mindestens 1.5 Meter Abstand zu anderen Personen halten.

Meldet euch gerne bei uns im Büro, wenn ihr eine kostenlose Gesichtsmaske wollt!
Info@iik-hannover.de
0511-440484

George Floyd: Rassismus und Polizeigewalt


Vor zwei Wochen ist der schwarze US-Amerikaner bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden. Der jüngste Fall rassistisch motivierter Gewalt hat mit Wut- und Empörungswellen eine ganze soziale Bewegung losgetreten. Diese Bewegung ist vielfältig: viele verschiedene Hautfarben sind zu sehen, und auffallend viele junge Menschen beteiligen sich an den Protesten auf der ganzen Welt.

Rassismus tötet – struktureller Rassismus und „alltäglicher“ Rassismus!

Zusammen mit über 8000 Menschen haben wir am Samstag in Hannovers Innenstadt (weit über den Opernplatz hinaus) gegen Rassismus protestiert.
Die Stimmung: Wut und Trauer. Aber aufgrund der großen Anzahl an Demonstrant*innen weit über die Erwartungen der Veranstalter*innen hinaus: auch etwas Hoffnung, dass sich jetzt endlich etwas ändern wird.

Für eine Gesellschaft ohne Rassimus!