Das Kuratorium des WIR2.0: IIK-Leiterin Lipi Mahjabin Ahmed in das neue Gremium des WIR2.0-Prozesses gewählt

Nächste Phase im WIR2.0-Prozess – die Lenkungsgruppe hat ihre Arbeit mit der Fertigstellung des WIR 2.0-Ziel- und Maßnahmenkatalogs beendet. Nun wird mit dem WIR 2.0-Kuratorium ein neues Gremien zur Begleitung der fünfjährigen Umsetzungsphase des WIR 2.0 eingesetzt. Das Kuratorium berät den Internationalen Ausschuss der Landeshauptstadt Hannover über Projektanträge und die Vergabe von Fördermitteln. Es begleitet die Umsetzung der geplanten WIR 2.0-Maßnahmen, prüft den Stand der Umsetzungen und stärkt die Kommunikation in die Stadtgesellschaft hinein.

Auf einem Vorschlag des IIK-Dachverbands MiSO e.V. hin, wird das Wir 2.0-Kuratorium zur Hälfte aus Menschen mit internationaler Geschichte bestehen. Die anderen 13 der 26 Plätze des Kuratoriums werden durch Fachbereichsleitung oder ihre Vertretungen der Stadtverwaltung besetzt.

Erfreulich viele zivilgesellschaftlichen Organisation, die schon länger in der Lenkungsgruppe des WIR 2.0-Prozesses mitgearbeitet haben, werden auch im zukünftigen Kuratorium vertreten sein. Die 4 Plätze für MSO werden durch die IIK e.V., kargah, Can Arkadas e.V. und neu auch WIR 2.0 postmigrantisch vertreten sein.

Auf dem Foto sind drei der vier frisch gewählten Vertreter*innen – Nadia Kurtul, Feri Mirabadi, Lipi Mahjabin Ahmed – zusammen mit Dr. Max Behrendt, Leiter des Sachgebietes Grundsatzangelegenheiten vom Fachbereich Soziales der Landeshauptstadt Hannover.

Herzlichen Glückwunsch an die gewählten MSO-Vertreter*innen und danke für ihr ehrenamtliches Engagement für eine Stadt der Vielfalt !

Bericht Fachtag 27.06.2022: Rassismus sichtbar machen und überwinden !

Gestern kamen wir mit 50 Gästen und Teilnehmenden zu unserer Fachtagung „Zusammenleben in Vielfalt – Rassismus sichtbar machen und überwinden“ im Kulturzentrum Pavillon in Hannover zusammen.
Wir hatten im Rahmen unseres EU- und städtisch geförderten Projektes Zusammenleben in Vielfalt (ZiV) unter der Leitung von Amelie Rook und Maria Tsenekidou und Koordination von Mahjabin Ahmed zur Tagung eingeladen.
Um kurz nach 10 Uhr schenkte uns der Künstler Omid Bahadori mit den Klängen seiner Handpan eine entspannte Wohlfühl-Atmosphäre für einen guten Tagungs-Start.
IIK-Leiterin Lipi Mahjabin Ahmed hob in ihrer Begrüßungsrede hervor, wie wichtig es für den gesellschaftlichen Abbau von Rassismus ist, diesen in seinen Strukturen und Auswirkungen sichtbar zu machen und zu benennen.
Historiker Dr. Massimo Perinelli führte uns mit seinem Vortrag „Gesellschaft der Vielen sichtbar werden lassen“ in die rassistischen und rassismuskritischen Entwicklungen unserer Gesellschaft ein. Er kristallisierte die Bedeutung von Rassismus als Apparat und Legitimation zur Durchsetzung gesellschaftlicher Ungleichheit heraus und inspirierte uns mit neuen Definitionen und historischen sowie aktuellen Errungenschaften migrantischer Selbstorganisation.
Die äußerst leckere Mittagspause mit kulinarischer Verköstigung durch das Mezzo im Foyer des Pavillon flankierte die Wander-Ausstellung des ZiV-Projektes: 12 Banner zeigten die Geschichten von biographischen Rassismus mit Fotos der jeweiligen Personen.
Im Tagungsraum erlebten wir nach dem Mittagessen mit dem ersten Projektfilm von ZiV die verschiedenen Sichtweisen und Erfahrungen zu Rassismus und Fluchtgründen der Protagonist*innen Jessy, Gigi, Kamela und Anas.

In zwei schnellen Workshop-Runden unter Anleitung von Zahra Lessan (Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V.) , Eby Tangara (ADV Nord e.V) und Adriana Pombo (Miso-Netzwerk Hannover e.V.) versuchten wir am Nachmittag unsere Ideen, Erfahrungen und unser Wissen zu strukturellem Rassismus, Alltagsrassismus und seinen Zusammenhängen mit Kolonialismus unterzukriegen. Wir versprechen hiermit, unsere nächsten Tagungs-Workshops mit mehr zeitlichen Ressourcen auszustatten.

Schließlich wurden wir mit einer vielsichtigen Podiumsdiskussion entlohnt – Vortragsredner Dr. Massimo Perinelli lieferte sich einen höchst spannenden Schlagabtausch mit Markus Häckl, Dezernatsleiter für Prävention und Kriminalitätsbekämpfung der Polizei Hannover, über die Grenzen und den Willen von rassismuskritischen Reformen innerhalb Deutschlands Polizeistrukturen. Frau Hülya Iri, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Hannover, brachte einen Einblick rassismuskritischer Entwicklungen der Politik Hannovers in die Diskussion ein. Und Ali Lahouaoui als Aktivist verschiedener zivilgesellschaftlichen Organisationen berichtete von dem alltäglichen Wahnsinn rassistischer Diskriminierungen in Hannovers Zivilgesellschaft und behördlichen Instanzen.

Ganz wunderbar und unterhaltsam führte uns Moderatorin Türkân Deniz-Roggenbuck durch den Tag. Es gelang ihr, alle Fragen aus dem Publikum zu integrieren, einen respektvollen Austausch zu erhalten und den strikten Zeitplan fast auf die Minute genau zu koordinieren.

Vielen Dank an alle Beteiligte und Gäste für den intensiven Input und spannenden Austausch während des erkenntnisreichen Fachtags!

Fachtagung am 27.06.2022

Zusammenleben in Vielfalt –

Rassismus sichtbar machen und überwinden !

Wir laden herzlich ein zu unserer Fachtagung am 27.06.2022 von 10:30 bis 17:00 Uhr im Kulturzentrum Pavillon. Neben einem Vortrag des Historikers Dr. Massimo Perinelli (Referent für Migration in der Akademie für Politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin) erwarten euch ein Kurzfilm, Workshops sowie eine Podiumsdiskussion.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um eine Anmeldung sowie die private Durchführung eines Corona-Schnelltests wird gebeten.

 

Anti-Rassismus-Veranstaltung am 17.05.2022 mit Podiumsdiskussion im Koki Hannover:
Abbau von Rassismus muss zivilgesellschaftlich und strukturell passieren!

Am 17.05.2022 verteilten sich die rund 30 Gäste im Kinosaal des Koki, um der Podiumsdiskussion zu Ausprägungen von Rassismus und Handlungsmöglichkeiten zuzuhören.

Zu dieser multimedialen Veranstaltung mit Film, Ausstellung und Podiumsdiskussion hatten die Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK) und das MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover (MiSO) eingeladen. Kooperationspartner waren der natürlich das Koki – das Kino im Künstlerhaus – sowie der Afrikanische Dachverband Norddeutschland (ADV Nord), amnesty international, tolstoi und kargah.

Im IIK-Projekt Zusammenleben in Vielfalt widmen wir uns vielerlei Hinsicht der Anti-Rassismusarbeit. Zusammen mit Teilnehmer*innen des Projektes entstehen so Filme, mediale Statements, Empowerment und Multiplikatoren-Workshops, Ausstellungen, Fachtagungen sowie Veranstaltungen mit Podiumsdiskussionen wie diese im Koki.

Die Podiumsgäste Kai Weber und Zahra Lessan vom Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V., Fulya Kurun vom Interkulturellen Dienst der Polizei Hannover und Eby Tangara vom ADV Nord e.V. klärten unter der aufmerksamen Moderation von Adriana Pombo, Büroleiterin von MiSO e.V., zunächst Begrifflichkeiten rund um Rassismus.
Sie grenzten verschiedene Arten von Rassismus voneinander ab und arbeiteten wichtige Zusammenhänge von alltäglichem Rassismus und strukturellem Rassismus heraus.

Zahra Lessan vom Flüchtlingsrat beschreibt strukturellen Rassismus als unabhängig von einzelnen Personen und Handlungsweisen, wobei der „Alltags-Rassismus vom institutionellen und strukturellen Rassismus unterstützt wird“.

Einig waren sich alle: „Es müssen Strukturen geschaffen werden, um gegen diskriminierende Haltungen vorzugehen“. Fyla Kurun vom Interkulturellen Dienst der Polizei engagiert sich seit vielen Jahren innerhalb so einer Struktur: Mit ihrer Kollegin Helena Schultheiß vermittelt sie bei rassistischen Vorfällen und Vorwürfen zwischen Polizei und Zivilgesellschaft. Sie betont die Wichtigkeit der institutionellen Strukturen im Kampf gegen Rassismus. Wären ihre Stellen nicht eingerichtet worden, hätte sie nicht die Möglichkeiten, für Polizeibeamte Anti-Rassismus-Schulungen anzubieten.

Eby Tangara vom Afrikanischen Dachverband Norddeutschland e.V. ist nicht immer eine Meinung mit seiner Mitstreiterin Fulya: „Workhops, Seminare, Fachtagungen – das ist ja alles schön, aber es bringt keine Konsequenzen! Wir müssen auch handeln und sagen das ist nicht ok wenn Rassismus passiert.“

Klare Maßnahmen in Politik und Gesetzgebung findet Eby bedeutend. Doch auch das alleine reicht nicht, erinnert Kai Weber vom Flüchtlingsrat und erwähnt die gesetzliche doch nicht tatsächliche Gleichbehandlung aller Menschen mit Artikel 3 des Grundgesetz und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz zur Umsetzung von Anti-diskriminierungsrichtlinien (AGG).

Da stimmt ihm Eby zu: „Grundgesetze ist ein bisschen wie Philosophie“.

Fazit der Diskussion: Um Rassismus in unserer Gesellschaft abzubauen, braucht es zum einen entsprechende politische und institutionelle Vorgaben und Gesetze und zum anderen eine zivilgesellschaftliche aktive Haltung gegen Rassismus.

Im Anschluss gab es bengalisches Fingerfood – würzig und süß – und anregende und solidarische Gespräche beim Rundgang durch die Ausstellung zu biografischen Rassismus-Erfahrungen des Anti-Diskriminierungs-Projektes Zusammenleben in Vielfalt der IIK e.V.


Ehrenamt in der IIK

Neue Verantwortung gesucht? Du möchtest den sozialen Zusammenhalt unserer Gesellschaft stärken? Etwas sinnvolles tun? Neue Leute und Kulturen kennenzulernen?

Unterstütze uns im Verein in unseren Deutschkursen !

Wir suchen aktuell ehrenamtliche Deutschlehrkräfte für neue Sprachkurse von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine – Vorkenntnisse sind nicht nötig 🙂

info@iik-hannover.de | 0511 / 440 484

Mutige Äußerungen über Alltagsrassismus

Wolfgang Becker / 7. April 2022

Vernissage von „Zusammenleben in Vielfalt“ am 6. April 2022 im Neuen Rathaus: Bürgermeister Thomas Hermann und rund 30 Interessierte kamen in den Bürgersaal.

„Rassismus erschüttert unser Vertrauen in dieses Land“, sagt IIK-Leiterin Lipi Mahjabin Ahmed in ihrer Eröffnungsrede: „Unsere Initiative für Internationalen Kulturaustausch existiert seit über 30 Jahren. In dieser Zeit wurden wir immer wieder mit Fällen von Rassismus konfrontiert.“

Die Ausstellung zeigt auf 12 großformatigen Roll-ups Geschichten von Menschen, die in ihrem Alltag immer wieder Rassismus ausgesetzt sind. „Rassismus kann so subtil sein!“, sagt Miro: „Mir ist sofort klar, dass er mich anspricht, weil ich schwarz bin.“ Abdul ergänzt: „Es fällt mir seitdem sehr schwer, jemandem zu vertrauen.“

Eiman berichtet vom Mobbing gegen ihren 10-jährigen Sohn: „Es war so schlimm, dass er nicht mehr zur Schule gehen wollte.“ Eby erinnert sich: Das war nur ein subtiles und rassistisches Manöver, um mich zu disqualifizieren.“ Rosi sagt: „Ich will ernst genommen werden!“ Dies Zitate finden sich auf den Austellungsbeiträgen.

„Wir müssen den Betroffenen zuhören“, meint Bürgermeister Thomas Hermann in seinem Redebeitrag. „Ich möchte mich besonders bei den Protagonist*innen bedanken, die in der Ausstellung auftreten – für ihren Mut, sich öffentlich zu äußern.“ Diskriminierung und auch Rassismus kämen leider auch in Hannover vor. „Wir sind davor nicht gefeit,“ so Hermann, der auch dem Internationalen Ausschuss im Stadtrat vorsitzt.

Der SPD-Politiker zitiert ausführlich aus dem neuen Integrationsplan „WIR 2.0“, in dem viel von Teilhabe die Rede ist. „Das ist alles gut und richtig“, sagt Hermann und geht auch auf die aktuelle Flüchtlingskrise ein. Hannover bereite sich derzeit auf die Aufnahme von rund 5.000 Ukrainer*innen vor. „Unsere Stadtgesellschaft ist nach den Erfahrungen von 2015 heute besser aufgestellt!“

„Wir sind Held*innen“, heißt der Videofilm, der anschließend gezeigt wird und großen Beifall findet. Er entstand im Rahmen des IIK-Projekts „Zusammenleben in Vielfalt“. Darin spüren vier völlig unterschiedliche Migrant*innen dem erlebten Alltagsrassismus nach: „Wie fühlst Du Dich damit?“ werden sie gefragt. Einer von ihnen antwortet: „Es ist ein Stück weit verängstigend.“

Die Ausstellung Zusammenleben in Vielfalt der IIK ist noch für alle und kostenlos bis zum 26. April 2022 von 10:00 bis 18:00 Uhr im Bürgersaal vom Neues Rathaus zu sehen (Trammplatz 2).

Start unseres Projekts GTS – Gemeinsam Teilhabe Stärken

Wir von der IIK sind der Meinung, dass der Anschluss in eine Gemeinschaft essenziell für eine erfolgreiche Integration ist. Deshalb starten wir unser Projekt GTS – Gemeinsam Teilhabe Stärken, indem wir das Thema Teilhabe durch Ehrenamt betrachten. Ein Fokus liegt darauf, wie eigene Kompetenzen in ehrenamtlichen Organisationen eingebracht werden können. So bilden sich Kontakte, die auch auf gemeinsame Interessen beruhen und es können Erfahrungen der Selbstwirksamkeit gemacht werden. In monatlichen Workshops sowie durch unsere Fort- und Weiterbildungen, in denen hilfreiche Fähigkeiten vermittelt werden und auch durch festliche Aktivitäten nähern wir uns gemeinschaftlich der Thematik Ehrenamt durch Teilhabe.

Wir werden gemeinsam Orte der Teilhabe kennenlernen – ob im Sportverein, bei einer Partei oder in einer Nachbarschaftsinitiative, es gibt unzählige Orte in Hannover aktiv zu werden. Zusammen recherchieren wir nach bestehenden Engagement-Möglichkeiten, aber auch das Entwickeln eigener Initiativen soll eine Möglichkeit darstellen.

In einem interaktiven Workshop wollen wir gemeinsam die Themen Ehrenamt und Teilhabe betrachten.

Weitere Informationen gibt es hier GTS

Wann?

Nächster Termin: 19.04.2022
17:00 – 20:00 Uhr

Wo?

Warenannahme, Faust Kulturzentrum

Die Teilnahme ist kostenlos. Meldet euch gerne unter info@iik-hannover.de an.

Wir freuen uns auf Eure Teilnahme!

Kino im Künstlerhaus: Projektfilm Wir sind Held*innen  und Ausstellung Zusammenleben in Vielfalt

Im Zuge der Internationalen Wochen gegen Rassismus bietet das Kommunale Kino / Kino im Künstlerhaus (Koki) mit u.a. der IIK e.V. als Kooperationspartner eine Filmreihe gegen Rassismus an: BLACK? WHITE? HUMAN!!

Am 15.März beginnt um 17:00 Uhr die Auftaktveranstaltung vom Kino im Künstlerhaus Hannover. Begleitend zur Filmreihe präsentieren wir unseren ZiV-Projektfilm Wir sind Held*innen.

Im Anschluss wird unsere Ausstellung Zusammenleben in Vielfalt dann vom 15.03. bis zum 23.03.2022 im Foyer des Kinos im Künstlerhaus präsentiert.

Wo?
Kino im Künstlerhaus
Sophienstraße 2
30159 Hannover

Der Eintritt ist frei. Bei der Veranstaltung gelten die 3G-Regeln.

Flucht aus der Ukraine – Aufenthalt in Deutschland/EU-Ländern

Ukrainische Staatsangehörige mit einem biometrischen Pass dürfen sich erst einmal 90 Tage visumfrei in allen Schengen-Staaten aufhalten (Artikel 4 EU-Visum-Verordnung), also auch in Deutschland. Wer keinen Pass hat, muss vor Ort in der Ausländerbehörde erkennungsdienstlich behandelt (Fingerabdrücke, Foto) werden, um die Identität überprüfen zu lassen.

Die Aufenthaltsrechte nach §24 Aufenthaltsgesetz (Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz) können ab jetzt bei den zuständigen Ausländerbehörden beantragt werden. Dazu werden jede Woche ein paar Termine angeboten. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis zum Erhalt eines Termins und Aufenthaltstitels können Übergangsbescheinigungen per E-Mail beantragt und per Post verschickt werden.

Dieses Schutzrecht betrifft folgende Personengruppen, die seit dem 24. Februar 2022 als Folge der militärischen Invasion Russlands aus der Ukraine vertrieben worden sind:

  • Ukrainische Staatsangehörige, die vor dem 24. Februar 2022 ihren Aufenthalt in der Ukraine hatten
  • Staatenlose und Staatsangehörige anderer Drittländer als der Ukraine, die vor dem 24. Februar 2022 in der Ukraine internationalen Schutz oder einen gleichwertigen nationalen Schutz gewährt bekommen haben
  • Familienangehörige dieser beiden Personengruppen

Sowohl mit dem Aufenthaltsrecht nach §24 sowie mit den Übergangsbescheinigungen sind folgende Rechte verbunden:

Jede Arbeitsaufnahme soll erlaubt werden.

Sozialleistungen/Sozialhilfe/Geld zum Leben kann beim Sozialamt beantragt werden. Per Telefon-Anruf werden Termine für die Beantragung vergeben: +49 511 168 42472
(Fachbereich Soziales, Hamburger Allee 25, 30161 Hannover).
Vor Erteilung der Aufenthaltserlaubnis besteht Anspruch auf Geld gem. § 1a Abs. 1 Nr. 1a Asylbewerberleistungsgesetz. Nach Erteilung der Aufenthaltserlaubnis durch die Ausländerbehörden besteht Anspruch gem. § 1a Abs. 1 Nr. 3a AsylbLG.

Kostenfreie Sprachkurse können mit den sogenannten Integrationskursen gem. § 44 Abs. 4 AufenthG beantragt werden.

Wer eine Unterkunft braucht, kann sich zunächst in der Erstaufnahmeeinrichtung in Bad Fallingbostel / Oerbke melden:

Ankunftszentrum Fallingbostel-Oerbke
Landesaufnahmebehörde Niedersachsen
Hartemer Weg 100
29683 Oerbke
Tel.: 05162 9010-100

Wer nicht bis dahin reisen kann, kann vorerst hier schlafen:
Feuerwache 1: Feuerwache 1 am Goetheplatz, 30169 Hannover
Feuerwache 2: Auf d. Klappenburg 3, 30419 Hannover

Eine Gruppe von zivilgesellschaftlichen Organisationen hat eine hilfreiche Website erstellt, über die eine private Unterbringung vermittelt wird. Wer bei Privatpersonen unterkommen will oder selbst Kriegsflüchtlinge aufnehmen kann, kann sich hier registrieren:
www.unterkunft-ukraine.de

Ausstellungseröffnung, Kurzfilm und Podiumsdiskussion „Zusammenleben in Vielfalt“ am 29.11.2021 in Hannover-Linden

Zehn Personen blickten von den Roll-Ups der Ausstellung den Gästen entgegen, die am 29.11.2021 um 18 Uhr die Veranstaltung Rassismus macht krank der Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V. (IIK) in der Warenannahme des Kulturzentrum Faust besuchten. Im Rahmen des hannoverschen Menschenrechts-Bündnisses zum Thema „Gesundheit für alle?“ lud die IIK mit der Veranstaltung zu einer Auseinandersetzung mit dem Thema Rassismus und Gesundheit ein.

Diese zehn Menschen zeigen im Rahmen des IIK-Projektes „Zusammenleben in Vielfalt“ (ZiV) ihr Gesicht für rassistische Erlebnisse, die sie tagtäglich machen müssen. Sie wollen das gesellschaftliche Bewusstsein für rassistische Diskriminierung erhöhen. Sie wollen, dass ihre Kinder in einer Rassismus-kritischeren Gesellschaft aufwachsen. Sie berichten stellvertretend für die vielen anderen, die aufgrund ihrer (vermeintlichen) Herkunft oder Religion, ihres Aussehens oder Namens beurteilt und abgewertet werden.

IIK-Leiterin Mahjabin Ahmed eröffnete mit einer Rede die Ausstellung, in der sie ins Thema „Rassismus und Gesundheit“ einführte und die Leistung der Projektteilnehmer*innen von ZiV würdigte: „Ich bewundere ihre emotionale Stärke, gegen Rassismus aufzustehen und darüber zu reden, Gesicht zu zeigen. Es braucht schon allein eine gehörige Portion Mut und Durchhaltevermögen, jeden Tag wieder aufs Neue den Kopf hochzuhalten und nicht unterzugehen, wenn man sich täglichen Anfeindungen widersetzt.“

Nachdem die Gäste den letzten freien Platz in der Warenannahme belegt haben, wurde der erste Projektfilm von ZiV gezeigt, in dem vier Teilnehmer*innen ihre Geschichten erzählen und anderen Betroffenen Mut machen. Dieser Film leitete die anschließend stattfindende Diskussion zum Thema „Rassismus macht krank“ ein.

Auf dem Podium diskutierten Kai Weber (Nds. Flüchtlingsrat), Iyabo Kaczmarek (B90/Die Grünen), Thomas Klapproth (CDU), Bala S. Ramani (SPD) und Pia Ahmed (Zivilgesellschaft) über die verschiedenen Facetten von rassistischer Diskriminierung. Einig waren sich alle Diskutant*innen dabei, dass es noch ein weiter Weg zu einer ernsthaft Rassismus-kritischen Gesellschaft ist und wir alle in der Verantwortung stehen, daran zu arbeiten. Integration ist keine Einbahnstraße – damit sie gelingen kann, brauchen wir Strukturen in Politik und Verwaltung, die Geflüchtete ernsthaft dabei unterstützen, in Deutschland anzukommen. Und das geht natürlich nur, wenn wir auch Betroffene selbst in den Ämtern und Behörden haben. Menschen, die Migrations- oder auch Diskriminierungs-Erfahrungen selbst schon gemacht haben und vielleicht auch noch die ein oder andere Fremdsprache sprechen.

Vor allem aber muss jede*r Einzelne sich selbst und die eigenen Handlungen kritisch hinterfragen. Manch nett gemeinte Frage wie „Woher kommst du?“ betont eher die vermeintliche „Fremdheit“ einer Person als eine Verbindung zu schaffen – sagt die Antwort doch auch nichts über die Persönlichkeit des gefragten Menschen aus. Stattdessen könnte man fragen „Wie geht es dir?“ oder „Was hast du heute gemacht?“.

Die Veranstaltung zum Thema Rassismus macht krank hat sehr berührt durch die vorgestellten berührenden Portraits von Menschen verschiedener Biografien, durch die vielfältigen Podiumsgäste – und durch ein Publikum, das trotz Pandemie kam und zuhörte, las, mitfühlte und sprach.

Ausstellung und Kurzfilm sind Ergebnisse des Antidiskriminierungs-Projektes „Zusammenleben in Vielfalt“, das seit April 2021 von der IIK durchgeführt wird. In dem Projekt können sich Menschen, die Rassismus erleben, in Workshops empowern. Sie können mit Unterstützung von Profis ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Expertise in künstlerischen Formaten wie Texten, Film und Fotos ausdrücken und der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Ziv.iik-hannover.de

Kurzfilm „Wir sind Held*innen“:
YouTube-Link oder Projekt-Website ZiV

Fotos Veranstaltung Menschenrechte 29.11.

Videos zum impfen in vielen Sprachen

In insgesamt 16 Videos klären Ärztinnen und Ärzte in ihren Muttersprachen prägnant und einfach verständlich über das Impfen gegen Corona auf. Sie thematisieren Impfreaktionen und Nebenwirkungen und widerlegen besonders verbreitete Mythen.

Nachtrag 29.11.2021:

Bei der Veranstaltung gilt 2G.

2G bedeutet geimpft oder genesen. Als geimpft gelten Personen, bei denen die abschließende Impfung mindestens zwei Wochen zurückliegt. Als genesen gelten Personen, bei denen die Corona-Infektion mit einem PCR-Test festgestellt wurde. Dieses Testergebnis muss mindestens 28 Tage alt sein und darf aber nicht länger als sechs Monate zurückliegen. Bitte bringen Sie die entsprechenden Nachweise dafür mit und halten Sie diese beim Einlass bereit.

Bitte tragen Sie bis zum Platz eine Mund-Nasen-Bedeckung. Einlass ist ab 17:30 Uhr, bitte kommen Sie rechtzeitig, damit wir pünktlich beginnen können.

Veranstaltung 29. November 2021: ‚Rassismus macht krank.‘

Am 29.11.2021 um 18:00 Uhr in der Warenannahme des Kulturzentrum Faust in Hannover-Linden laden wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe des hannoverschen Bündnisses ‚Menschenrechte grenzenlos‘ zu einer Veranstaltung zum Thema Rassismus macht krank ein. Dabei werden uns über den Abend eine Ausstellungseröffnung, ein Kurzfilm und eine moderierte Podiumsdiskussion begleiten.

Iyabo Kaczmarek (Grüne), Bala S. Ramani (SPD), Thomas Klapproth (CDU), Kai Weber (Flüchtlingsrat Niedersachsen) und Pia Ahmed (Zivilgesellschaft) diskutieren auf dem Podium über rassistische Diskriminierungen, Ursachen, individuellen und gesellschaftlichen Folgen sowie Handlungsmöglichkeiten.

In ihrem seit Juni 2021 laufenden Anti-Diskriminierungs-Projekt Zusammenleben in Vielfalt (ZiV) hat die IIK Menschen mit Rassismus-Erfahrungen dabei unterstützt, sich gegenseitig in Workshops gegen Rassismus zu empowern, eigene Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und ihre Erfahrung mit der Öffentlichkeit zu teilen.

An dem Abend der Podiumsdiskussion wird auch die Ausstellung mit biographischen Geschichten der Projektteilnehmenden eröffnet. Mit den Ausstellungsgeschichten werden uns vielfältige Alltags-Rassismen bewusst gemacht – durch erzählerische und fotografische Portraits lernen wir auch die Menschen dahinter kennen und was die rassistischen Erfahrungen für ihr Leben bedeuten.
Die Ausstellung bleibt bis zum 30.112021 in der Warenannahme, danach wird sie im Kulturzentrum Pavillon bis zum Ende des Jahres ausgestellt.

In dem Films Wir sind Held*innen, der ebenfalls mit Projektteilnehmenden von ZiV gedreht wurde, erzählen Gigi, Kamela, Anas und Jessy von ihren persönlichen Erfahrungen mit Rassismus, machen anderen Betroffenen Mut und zeigen unterschiedliche Wege, um Rassismus zu bekämpfen. Entstanden ist ein nahbarer Film mutiger Protagonist*innen.

Wann: 29. November 2021 um 18 Uhr
Ort: Warenannahme Kulturzentrum Faust
Veranstalter: Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V.

Eintritt frei, um Anmeldung wird geben: info@iik-hannover.de oder 0511 – 44 04 84.

Kulturhauptstadt Hannover ? – Vereinsgründung: Freie Kunst und Kultur Hannover e. V.

Hervorgegangen aus der Bewerbung Hannovers zur Kulturhauptstadt 2025 wurde am 14. Oktober im Pavillon etwas Einmaliges ins Leben gerufen: die Interessenvertretung der Freien Kunst und Kultur Hannover.

Wir freuen uns über das Vertrauen in die IIK Leiterin Lipi Mahjabin Ahmed, die in den Sprecher:innenrat gewählt wurde. Sie wird sich nun dafür einsetzen, das gemeinsame Anliegen der Freien Kunst- und Kulturszene Hannovers gegenüber der Öffentlichkeit, der Stadt und der Politik zu vertreten.

Hannovers Fest der Vielfalt

Am Sonntag, 19. September 2021 konnte die IIK e. V. endlich wieder zu einem Sommerfest einladen. Zusammen mit 25 anderen interkulturellen Vereinen, Gruppen und Initiativen wurde bei schönem Wetter das fünfte „Fest der Vielfalt“ gefeiert.

Das Bühnenprogramm in der Faust-Warenannahme eröffneten IIK-Leiterin Lipi Mahjabin Ahmed und Sylvia Bruns, Sozialdezernentin der Stadt Hannover, mit einem Grußwort. Beide sprachen sich dafür aus, die wachsende soziale und kulturelle Vielfalt der Stadt als ein großes Potential und eine große Stärke anzusehen. Immerhin 38 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner haben 
einen Migrationsgeschichte; in Hannover werden 190 Sprachen gesprochen!

Einem bezaubernden indischen Tanz als Auftakt folgte eine Art Werkstattbericht aus dem IIK-Antirassismus-Projekt „Zusammenleben in Vielfalt“, in Form einer Kurzfilmpremiere mit mutigen Aussagen von Betroffenen. Reggae-Rapper KORO BONI erzeugte anschließend mit seiner Musik die richtige Stimmung, um sich mit guter Laune und Appetit nach draußen zu den vielen Ständen zu begeben.

Hier konnte das Publikum sich über den Nachmittag verteilt nach Herzenslust mit kulinarischen Spezialitäten aus verschiedenen Nationen versorgen. Für die jüngeren Besucher gab es lustige Aktivitäten wie Geografie-Puzzles legen (Afrika, Ukraine), Malen, Karom spielen und – als ganz große Attraktion – das traditionelle peruanische Piñata-Schlagen. Besonders beliebt war die offene Trommelecke, die der gesamten Veranstaltung einen geselligen Klangteppich verpasste. Musikalisch rundeten am Ende die Gesangstruppe „eVIVA“ und die stadtbekannten „Linden Legendz“ das Fest ab.

Einige hannoversche Ratspolitiker*innen beehrten das Fest mit ihrer Anwesenheit: Bala S. Ramani (SPD) und Monika Neveling (Grüne) mischten sich ins Publikum und unterstützten so die Idee und den Geist, in dem es gefeiert wurde. Lipi Ahmed brachte es so auf den Punkt: „Unser Motto heute „Vielfalt ist unsere Stärke“. Doch wir müssen dafür sorgen, dass wir mit all unseren Stärken und Unterschiedlichkeiten nicht nur hier und heute vielfältig zusammen feiern und leben. Manchmal begegnen wir Misstrauen, Angst und Ablehnung. Gewalt und Rassismus sind die Folge. Rassismus gefährdet unser Zusammenleben und unsere Demokratie. Er wertet ab, er grenzt aus, er bedroht, er gefährdet unsere Teilhabe. Wir alle müssen gegen Rassismus kämpfen. Das liegt mir am Herzen. Wir brauchen eine offene Debatte über Rassismus in der Gesellschaft. Denn unser Weg ist der Weg von 
Demokratie, Teilhabe und Mitwirkung. Unsere ganze Arbeit in der IIK geht in genau diese Richtung, und das schon seit vielen Jahren!“

Vielen Dank an die vielen interkulturellen Vereine und Gruppen, die mitgemacht haben und Spiele, Musik oder liebevoll zubereitetes Essen angeboten haben:

Kulturzentrum Faust, MiSo, Vietnam Zentrum, Welt in Hannover, Radio Flora, Freunde für Galy, Grupo Intercultural Canela – Peru, Indischer Verein, Bangladesh Gruppe, Black and White for Angola, eVIVA, Linden Legendz, kargah, Azadi – Deutsch-Kurdischer Hilfsverein für Syrer, Dialog plus integration, Afropäa Hannover, Ukrainischer Verein, Mexikanische, Italienische und Sudanesische Gruppe, ADV-Nord, Ivoire Diaspora, Afghanisches Frauennetz und den Interkulturellen Dienst der Polizei Hannover.

Der erste Film von Teilnehmenden aus unserem Anti-Diskriminierungs-Projekt „Zusammenleben in Vielfalt“ ist fertig!
Wir sind beeindruckt und stolz über den Mut und die Offenheit von Anas, Giggi, Kamela und Jessy.

Vielen Dank an euch!

Die vier berichten in dem Film über ihre Erfahrungen mit Rassismus.

Filmpremiere war auf unserem Fest der Vielfalt am 19.09.2021.

Inzwischen ist er online für alle auf unserem YouTube-Kanal zu sehen.

Erster Workshop der 2021-Reihe zu „Wege in Ausbildung und Beruf“am 28.08.2021 gelaufen:

Nach einem Wechsel der Räumlichkeiten (danke für eure Geduld), ging es in den Räumen der IIK auf dem Faustgelände in Linden Nord mit einer regen Vorstellungsrunde los:
Was machen die Teilnehmenden des Workshops aktuell beruflich? Was ist ihr Herkunftsland?

Die Stimmung des gesamten Workshops war vertrauensvoll und offen mit großer Beteiligung von allen. Workshopleiter Maissara verstand es, die Schwierigkeiten der Geflüchteten und Migrant*innen herauszuarbeiten und den Austausch durch Tipps aus seiner eigenen Erfahrung zu bereichern.

Gerade diejenigen mit dunkler Hautfarbe begegnen auf ihrem Weg zum Beruf vielen Schwierigkeiten. Viele aus dem Bereich der Geflüchteten arbeiten in Zeitarbeitsfirmen.
Eine allgemein große Hoffnung bei Zeitarbeitsfirmen ist, irgendwann übernommen zu werden. Die Erfahrungen der Teilnehmenden und aus ihrem Umkreis ist aber, dass eine Festanstellung bei den Zeitarbeitsfirmen nie angeboten wurde und im Gegenteil die Erfahrungen von rechtlich bedenkliche Kündigungen gemacht wurde.

Auf dem Feld der Ausbildung gibt es in der Praxis nach den Erfahrungen der Gruppe nur Möglichkeiten im Bereich „Metallbau, Schweißer, Lackierer und Maler“. Es gilt aber viele weitere Ausbildungsfelder, zu erobern.

Maissara riet immer wieder dazu, sich gut zu vernetzen, zusammenzuarbeiten und die eigenen Ziele nicht zu klein zu halten:
Schließt euch zusammen und gründet ein Unternehmen“ oder „holt euch, wann immer, es geht Unterstützung„.

Wer Unterstützung auf dem Weg zum Beruf sucht, kann sich auch gerne zu uns an die Beratung der IIK wenden.

Die Bildungsveranstaltungen im Rahmen des Projektes „Wir leben in Hannover – eine bunte Verbindung“ finden in Zusammenarbeit mit dem VNB e.V., Umbaja e.V. und dem Flüchtlingsrat Niedersachsen sowie in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover statt.

-> Nächster Workshop zu „Wege in Ausbildung und Beruf“ findet am 11. September von 14-18 Uhr statt. Anmeldungen: info@iik-hannover.de | 0511 / 440 484 <-

Niedersachen zum Sicheren Hafen für alle

Kampagne mit Flüchtlingsrat Niedersachsen und vielen weiteren Vereinen, Initiativen und Bewegungen gestartet!

Immer mehr Kommunen in Niedersachsen erklären sich zu Sicheren Häfen. Das sind wichtige Schritte! Denn ein Sicherer Hafen ist ein Ort des Ankommens für Schutzsuchende, insbesondere für jene, die unter katastrophalen Bedingungen an Europas Grenzen festsitzen. Gleichzeitig stehen Menschen, die bereits in Niedersachsen leben, und das oft seit vielen Jahren, noch immer vor vielen Hürden. Ein Sicherer Hafen muss Sicherheit und Teilhabe für alle Menschen schaffen, die vor Ort leben.

Zusammen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen, MiSO e.V., der IIK und vielen weiteren Vereinen, Bewegungen und Initiativen haben wir bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne am Mittwoch den 16.06. ein Bündnispapier erarbeitet, wie ein Sicherer Hafen für alle in Niedersachsen aussehen kann.

Erster Workshop unseres Projektes „Zusammenleben in Vielfalt“ (ZIV) gut besucht

Am Freitag, den 28. Mai 2021 lief der erste Anti-Diskriminierungs-Workshop von ZIV mit der erfahrenen Antirassismus- und Empowerment-Trainerin Sabrina Rahimi.

Der Workshop war ausgebucht und im geschützten Rahmen konnten sich die Teilnehmenden austauschen, wie sie mit den Erfahrungen von rassistischen Diskriminierungen umgehen. Sie haben festgestellt, ihre Geschichten sind keine Einzelfälle – und sie sind nicht allein. Manchmal merkt man auch erst, dass ein Verhalten rassistisch diskriminierend war, wenn andere von ähnlichen Erfahrungen berichten. Wir danken euch für eure Teilnahme!

Es geht weiter, die IIK bietet in diesem und kommenden Jahr regelmäßig Workshops an und Möglichkeiten, diese mit Profis gemeinsam zu verarbeiten. Vielleicht möchtest auch du an einem unserer Workshops teilnehmen oder deine Geschichten in Filmen, Texten, Fotos und Social Media Kampagnen verarbeiten und anderen mitteilen?

Komm zu ZiV ! Schreib oder sprich uns an, wir finden gemeinsam etwas, was du machen kannst – für dich, für die Gesellschaft und andere, die betroffen sind: ziv@iik-hannover.de | 0511 440484

Nächster Workshop:
23. September, 16:00 Uhr

Wir bieten eine neue Workshopreihe an zum Thema:

Deutscher Kolonialismus und seine Folgen

Deutschland erkennt seine Kolonialverbrechen an den Herero und Nama im heutigen Namibien politisch-moralisch an. Zwischen 1904 und 1908 haben deutsche Truppen im damaligen „Deutsch-Südwestafrika“ ca. 65.000 von 80.000 Herero und mindestens 10.000 von 20.000 Nama getötet.

Die deutsche Anerkennung muss nun zu einer umfassenden Aufarbeitung und Bildungsarbeit über den (deutschen) Kolonialismus und seinen Folgen führen. Passend dazu haben wir eine ganztägige und kostenlose Workshop-Reihe zum deutschen Kolonialismus und seinen Folgen entwickelt.

Workshopleiterin ist Elaine Thomas – Künstlerin, Aktivistin und Workshopleiterin zu PoC-Themen und Kolonialismus.

Workshop 1: Mittwoch – 28.07.2021 [15 Uhr]
Kolonialismus – Begriff, Geschichte, Gegenwart

Workshop 2: Mittwoch – 04.08.2021 [15 Uhr]
Kolonialismus und Rassismus – Zusammen, was zusammengehört

Workshop 3: Samstag – 25.09.2021 [15 Uhr]
Kolonialismus und Nationalismus – „Volk ohne Raum“

Workshop 4: Mittwoch – 06.10.2021 [15 Uhr]
Vergangenheit und Gegenwart – Heutige Diskriminierungsformen und was diese mit Kolonialismus zu tun haben

Anmeldungen für die Workshopreihe oder für einzelne Workshops:
info@iik-hannover.de
oder 0511 440484

Dieses Projekt veranstalten wir im Rahmen des Netzwerkes ALBuM zusammen mit dem Kooperationspartnern Tolstoi e.V. und Ivoire Diaspora e.V.
In dem Netzwerk ALBuM arbeiten Migrationsorganisationen und Bildungseinrichtungen in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover zu dem Projekt „Wir leben in Hannover – eine bunte Verbindung“ zusammen.

Aktueller Presseartikel über „Zusammenleben in Vielfalt“ (ZIV) in der Juni-Ausgabe vom Lindenspiegel:

Interessiert ? → ziv.iik-hannover.de

ZUSAMMENLEBEN IN VIELFALT

mikrologo Ziv

Unsere nächsten Termine:

Move it – Du Bewegst

– jeweils Dienstags um 18 Uhr und an weiteren Terminen –
Ehrenamtliches Engagement stärken
Wir treffen uns wieder vor Ort im IIK Büro oder der Warenannahme

 

Miteinander55+

– jeweils um 16 Uhr –
Interkulturelles Kochen und Austausch für Senior*innen
Aufgrund des derzeitigen Lockdowns finden aktuell keine offenen Präsenz-Treffen statt.

Sobald Präsenztermine möglich sind, werden sie hier bekannt gegeben.

Artikel im Stadtkind mit unserer Geschäftsleitung, Mahjabin Ahmed:

LIP 2.0. – der Lokale Integrationsplan mit neuem Namen hat erste Phase abgeschlossen

Die Bevölkerung Hannovers hat einen neuen Titel gewählt:

Wir sind Hannover — Zusammenleben in der Stadt.
Strategien für Migration und Teilhabe.

Zudem hat der internationale Ausschuss das erarbeitete Strategiepapier beschlossen. Somit steht nun die inhaltliche Ausrichtung der Neuauflage des Lokalen Integrationsplans.
In der zweiten Phase werden die Expert*innengruppen nun anfangen, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um die Migrations- Teilhabepolitik in der Stadt zu stärken.

Unterstützung für MORIA und Co

Das völlig überfüllte Lager Moria ist im September zu großen Teilen abgebrannt. 13.000 Menschen haben alles verloren, was kein Zuhause, aber ihre einzige Unterkunft war. Die Zustände im neu errichtete Lager auf der griechischen Insel Lesbos/Lesvos sind noch schlimmer als es Moria war. Kein Essen, kein warmes Wasser, keine Heizung, kein Strom. Aber Corona, Winter und eine zunehmende Hoffnungslosigkeit.

Was können wir tun?
Vier Vorschläge, wie die schutzsuchende Menschen auf ihrer Flucht, in den Flüchtlingslagern und auf dem Meer unterstützt werden können:

Internationale Petition unterschreiben für eine sofortige Evakuierung der Geflüchteten: www.change.org

Einer Politikerin oder einem Politiker schreiben, hier eine Textvorlage dafür: leavenoonebehind2020.org/act/

Freiwilliges Engagement vor Ort, mindestens 3-6 Monate : Besonders dringend helfen können Jurist*innen, Mezinier*innen, Sozialarbeiter*innen oder Psycholog*innen (auch im Studium). Unterstützer*innen in der Logistik oder im Transport werden auch gesucht.
Wer mehrere Sprachen spricht, z.B. Farsi, Französisch oder Arabisch, kann besonders gut in der Kommunikation aushelfen.
Für alle potenziellen Freiwilligen gibt es auch einen Information Point auf Facebook und einen Guide, in dem es viele Informationen gibt für einen freiwilligen Einsatz für die FLüchtlinge auf Lesbos oder an anderen Orten in Griechenland.
Finanzielle Unterstützung der Hilfsorganisationen vor Ort. Auf folgender Website von der Seebrücke gibt es eine Liste mit Hilforganisationen: seebruecke.org