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Interkulturelles Sommerfest

Am 24. Juni von 12 – 18:00 Uhr findet wieder unser interkulturelles Sommerfest in der Warenannahme der Faust und drumherum statt.

Mit diesem Fest wollen wir das dreijährige Bestehen unseres Freizeitprojekts “Miteinander 55+” feiern und gemeinsam mit vielen anderen interkulturellen Vereinen ein Zeichen für eine bunte Gesellschaft hier in Hannover setzen.

Es wird ein abwechslungsreiches Programm aus internationalen Tanzvorführungen, Live-Musik (u.a. Linden Legendz), kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt, Zaubershows und kreativen Mitmachaktionen für Groß und Klein geben.

Alle, die mit uns gemeinsam einen interkulturellen Austausch und dessen Vielfalt friedlich und bunt feiern möchten, sind herzlich eingeladen!

Der Eintritt ist selbstverständlich kostenlos.

Unsere Arbeitsbereiche:


Unsere nächsten Veranstaltungen…
Mitein
ander 55+

Zusammen Spielen: 05.06.2018, 19.06.2018 jeweils um 16 Uhr in der IIK

Gemeinsam Kochen:  26.06.2018 um 16 Uhr in der IIK

Erzählcafé: 07.06.2018, 21.06.2018 jeweils um 16 Uhr in der IIK

Kreativwerkstatt: 14.06.2018, 28.06.2018, jeweils um 16 Uhr in der IIK

Tanzen: 13.06.2018, 27.06.2018, jeweils um 15:30 Uhr im Tango Milieu (Zur Bettfedernfabrik 1, 30451 Hannover – neben dem IIK-Büro)

Medien, Foto und Film: 14.06.2018, 28.06.2018,  jeweils um 13:30 in der IIK

Sommerfest: 24.06.2018 von 12 bis 18 Uhr

Einblicke und Antworten zum Familiennachzug

– Diskussionsrunde vom 23. Mai

Am Mittwochabend  informierte die IIK e.V. zusammen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen über das Thema Familiennachzug.

Zu Beginn begrüßte die Leiterin der IIK Mahjabin Ahmed alle Anwesenden und hielt eine kurze Willkommensrede. Sie betonte, dass der neue Gesetzesentwurf der Integration und damit auch der Zukunft vieler geflüchteter Menschen hier in Deutschland im Wege stehe und einer Willkommenskultur in Deutschland widerspreche.

Danach wurden 6 kurze, teils sehr tragische, Geschichten von Menschen vorgelesen, die wir aus unserer tagtäglichen Beratung kennen: Teilweise haben diese Menschen bereits erfolgreich ihre Familien nachholen können bzw. gehören selbst zu den Nachziehenden – so wie der heute 20-jährige Syrer Yasin, der bereits in Jordanien Deutsch gelernt hat. Teilweise sind sie aber auch vom (beschränkten) Familiennachzug betroffen oder haben mit ihrem Status überhaupt keine Chancen darauf, ihre Familie nachzuholen – so wie Tarek aus Afghanistan, der sich im Klageverfahren befindet und seine Frau und seine beiden Töchter in Afghanistan zurücklassen musste, und der deutlich macht: Niemand verlässt ohne Grund seine Familie.

Anschließend gab Karim Alwasiti (Flüchtlingsrat Niedersachsen) einen kurzen Überblick zu dem Thema und machte deutlich, dass das Thema Familienzusammenführung deshalb so relevant ist, weil es derzeit im Grunde für Schutzsuchende bzw. die Kernfamilie der Schutzsuchenden die einzige gefahrlose Möglichkeit ist, nach Deutschland zu kommen. Gleichzeitig stellte er klar, dass die Politik seit Jahren versucht, mittels bürokratischer Hürden, der Verwaltungspraxis und Gesetzes-verschärfungen, die Familienzusammenführung immer weiter einzuschränken. So wurde der Familiennachzug zu subsidiär Geschützten – der Status, den vor allem Syrer*innen erhalten haben – durch das Asylpaket II für volle zwei Jahre bis März 2018 ausgesetzt, um den Zuzug zu beschränken. Hiervon waren Hunderttausende Geflüchtete betroffen.

Anfang 2018 wurde die gleiche Regelung dann zunächst bis Ende Juli 2018 verlängert.  Der neue Gesetzesentwurf will nach der Abschaffung des Rechtsanspruchs auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte nun ein monatliches Kontingent von maximal 1.000 Menschen pro Monat die Möglichkeit geben, nach Deutschland einzureisen. Nach welchen Kriterien dies entschieden werden soll, bleibt bisher völlig unklar. Alwasiti fasste dies mit den Worten zusammen: „Es ist eine Art Lotterie.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die Teilnehmer*innen Yasmin Fahimi (MdB, SPD-Bundestagsfraktion), Benedikt Behlert (Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht, Bochum), Karim Alwasiti, Fahad Al-Hutaimi sowie Moderator Kai Weber (Flüchtlingsrat Nds) über Sinn und Unsinn – bzw. Recht und Unrecht – des neuen Gesetzesentwurfes zum Familiennachzug.

Aus völkerrechtlicher Perspektive ist die Begrenzung – und selbstverständlich auch die Aussetzung – problematisch: Das Völkerrecht garantiert zwar keinen grundsätzlichen Anspruch auf Familienzusammenführung, verlangt aber, dass jeder Einzelfall geprüft wird. Faktisch sei dies nicht passiert. Auch die UN-Kinderrechtskonvention spricht davon, dass das Kindeswohl in besonderem Maße zu berücksichtigen sei. Auch dies ist ohne die Prüfung jedes einzelnen Falls nicht möglich. Von politischer Seite hörten wir, dass die Beschränkung des Familiennachzugs der einzige Kompromiss war, der mit der CDU/CSU ausgehandelt werden konnte – und dass nur so noch Schlimmeres auf Gesetzesebene verhindert werden konnte. Zynisch, finden einige. Dass dies vor allem für die Betroffenen selbst unverständlich ist – und sie das auch ihren Ehepartner*innen und ihren Kindern, die immer noch in Bürgerkriegsländern wie Syrien ausharren, kaum erklären können – wurde nicht zuletzt durch einen bewegenden Beitrag aus dem Publikum deutlich. Außerdem, so machte Fahad Al-Hutaimi deutlich, haben diese politischen Entscheidungen einen stark demoralisierenden Effekt: Viele geflüchtete Menschen warten schon seit Jahren darauf, dass sie ihre Ehepartner*innen oder ihre Kinder zu sich in Sicherheit bringen können. Und viele sind inzwischen so entmutigt, dass sie keinen Sinn mehr darin sehen, Deutsch zu lernen oder eine Ausbildung zu beginnen.

Letztlich bleibt daher eines sehr wichtig: Wir müssen weiterhin unsere Stimme erheben und lautstark die Rechte einfordern, die uns und *allen* unseren Mitbürger*innen zustehen.

„MUSIK MACHT STARK!“ 

Im Mai startete unser Projekt „Musik macht stark“ und es fanden die ersten kostenlosen Musikstunden hier in den Räumen der IIK statt.
Es kamen viele musikinteressierte Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 18 Jahren aus verschiedensten Kulturkreisen vorbei, unter ihnen auch Geflüchtete und Migrant*innen. Lehrer Ahmed zeigte ihnen die ersten Griffe auf der Gitarre und nach kurzer Zeit konnten einige schon ein erstes Liedchen spielen.

Die Teilnehmer*innen hatten viel Freiraum, um eigenständig zu üben und sich gegenseitig auszutauschen. Zwischendurch wurden gemeinsam Kennenlern-Spiele gespielt. Ein bisschen Musiktheorie durfte natürlich auch nicht fehlen. Mittags stellten wir dann Getränke und Pizza zur Stärkung bereit.

Falls du auch Lust hast nächsten Sonntag um 11 Uhr dabei zu sein, dann schreib uns eine Mail an info@iik-hannover.de. Wir freuen uns auf Dich!

Neuer Deutschkurs: Alphabetisierung und Anfänger (A0)

Wir bieten einen neuen Deutschkurs in Hannover Hainholz an.
Der Kurs findet jeden Montag und Donnerstag von 10 -12 Uhr in der Ezidischen Akademie in der Schulenburger Landstr. 150, 30165 Hannover statt und wird ehrenamtlich geleitet.
Er ist für alle geeignet, die gerade anfangen Deutsch zu lernen.
Eine Übersicht zu unser Deutschkursangebot findet ihr hier.

1.Mai-Fest

Wie jedes Jahr fand wieder das 1.Mai-Fest auf dem Faust-Gelände statt und auch wir feierten mit und luden zu einem kleinen IIK-Grillfest ein.
Trotz des stürmisch-grauen Wetters (das am späten Nachmittag dann etwas freundlicher wurde) kamen zahlreiche Vereinsmitglieder, Unterstützer*innen und Freunde und das Buffet wurde schnell mit internationalen Köstlichkeiten gefüllt. Wie immer wurde herzlich gelacht, geredet und sogar Musik gemacht. Neben unserem kleinen Waffelstand, verkaufte die Iash Board leckere traditionelle indische Gerichte vor unserer Tür, die man sich nicht entgehen lassen konnte.
Wir hoffen, ihr seid auch alle gut in den Mai gekommen!

Rückkehr nach Afghanistan?

– Vortrag von Friederike Stahlmann am 07. Dezember

Am 7. Dezember fand der Vortrag zum Thema „Afghanistan ist nicht sicher“ im Ballhof Café in Hannover statt. Organisiert wurde der Abend vom Flüchtlingsrat Niedersachsen in Kooperation mit der IIK im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Tag der Menschenrechte“.  Die Referentin Friederike Stahlmann, welche Afghanistan-Spezialistin am Max-Planck-Institut ist, schilderte die politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnisse in Afghanistan in eindringlicher, plakativer und beeindruckend konkreter Weise.
Trotz der Proteste internationaler Menschenrechtsorganisationen hält die Bundesregierung Abschiebungen nach Afghanistan weiterhin für vertretbar. Der Vortrag diskutierte die Argumente, die von beiden Seiten vorgebracht werden, bot landeskundliche Hintergründe zu den vielfältigen Sicherheitsrisiken und diskutierte die besondere Situation abgeschobener Asylbewerber. Die Referentin kam zu dem Schluss, dass die Lebensumstände im Heimatland für einen Rückkehrer derart prekär oder gar lebensbedrohend sind, dass eine Abschiebung aus Deutschland – über kurz oder lang – mit einer Abschiebung in den Tod gleichzusetzen sei.  Insgesamt kamen viele interessierte Besucher, die vom Vortrag tief betroffen waren.

Rückblick: „Menschen(rechte) über Bord“ am 20. November

7.500. So viele Tote zählte die IOM (The International Organization for Migration) im Jahr 2016 unter den Migrant*innen, also unter den Menschen, die weltweit auf der Flucht waren. Dabei gilt das Mittelmeer nach wie vor als die tödlichste Fluchtroute: Allein hier sind seit 2014 über 13.000 Menschen ums Leben gekommen.
Dr. Tankred Stöbe von Ärzte ohne Grenzen und Fabian Melber von Sea-Watch haben einigen dieser namenlosen Menschen am 20.11. bei unserer Veranstaltung “Menschen(rechte) über Bord!” ein Gesicht gegeben. Beide berichteten von ihren Rettungseinsätzen auf dem Mittelmeer und in Libyen.

Anschließend diskutierten die beiden Referenten unter der Moderation von Kai Weber (Geschäftsführer Flüchtlingsrat Nds.) mit Sabine Lösing (MeP, Die Linke), Gerald Knaus (Geschäftsführer ESI) und Georgia Jeschke (Ratsfrau der CDU in Hannover). Dabei waren die Seenotrettung im Mittelmeer und die erschwerten Bedingungen für die NGOs ebenso Gegenstand der Diskussion wie mögliche Lösungsoptionen für die unhaltbaren Zustände in Libyen. Besonders kontrovers wurde die Frage diskutiert, inwiefern der EU–Türkei-Deal, an dem Gerald Knaus entscheidend mitgewirkt hatte, eine Blaupause für Verhandlungen der EU mit anderen Herkunfts- und Transitländern sein könnte. So entstand eine sehr lebendige Diskussion, an der sich auch das Publikum rege beteiligte.

An dieser Stelle noch einmal ein herzlicher Dank von uns, der Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V. (IIK), an alle Beteiligten, Gäste, DiskussionsteilnehmerInnen und Referenten sowie an unsere Kooperationspartner dem Flüchtlingsrat Niedersachsen und dem Kulturzentrum Faust für diesen interessanten Abend.

Alle Menschen lachen in der gleichen Sprache

– Firas Alshater in Hannover

Humor ist nicht alles. Aber alles ohne Humor ist nichts. Getreu diesem Motto hat uns der syrische Filmemacher und Autor Firas Alshater am Mittwochabend gezeigt, dass er zwar viel Leidvolles in seinem Leben erlebt hat und ihm auch immer noch von vielen Seiten Hass entgegenschlägt, er sich aber deswegen das Lachen nicht nehmen lässt.  Der Fokus auf das Positive, auf die Komik in der Tragik ist das, was ihn leitet und antreibt: So mag er die gelegentlichen Hasskommentare unter seinen Youtube-Videos zwar zur Kenntnis nehmen, aber darauf eingehen – nein. Da beschäftigt er sich lieber eingehend mit den vielen Heiratsanträgen, die sich ebenfalls in den Kommentarspalten finden. Mit den begeisterten Reaktionen, den Liebesbekundungen und dem echten Interesse an seiner Arbeit. Natürlich auch mit Kritik, sofern sie denn konstruktiv ist.

Und so erzählt Firas. Von den grausamen Erlebnissen in seiner Heimat Syrien, von den Erinnerungen an die Misshandlungen im syrischen Gefängnis, als er wegen seiner Videodokumentationen vom Regime über Monate festgehalten und gefoltert worden ist. Von dem andauernden Freiheitskampf vieler syrischer Bürger, von der Selbstverständlichkeit, jeden Tag mindestens einen geliebten Menschen zu verlieren. Vom Ankommen in Deutschland, vom Warten im LaGeSo (Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin) und den Bedingungen im Flüchtlingsheim, vom ersten Brief, den er in seinem Leben je bekommen hat – ein Brief vom Finanzamt mit seiner Steuernummer.

Auf die Frage, ob sich Firas je wieder vorstellen könne, nach Syrien zurückzukehren, antwortet er, er werde dort sein, wo er seine Meinung sagen kann. Denn solange das Assad-Regime an der Macht ist, wird es keine Freiheit für die syrischen Bürger geben, sagt Firas. Und das – das sei überhaupt das Allerbeste an Deutschland: Keine Angst zu haben davor, was man denkt und was man sagt. Und natürlich das, was viele hierzulande vielleicht für selbstverständlich halten: Frieden.

Rund 200 Gäste haben am Mittwochabend den Weg in die Warenannahme in der Faust gefunden und Firas‘ Geschichten zugehört. Organisiert wurde die Veranstaltung von Hometown Hannover und der Initiative für Internationalen Kulturaustausch (IIK), deren Leiterin Mahjabin Ahmed in den Abend einleitete. Das Rahmenprogramm bildeten Rochdi Elsaffi, der eines seiner Gedichte vortrug, sowie Ido Adi, der zum Ausklang auf der arabischen Oud etwas vorspielte. Zum Schluss haben viele Gäste die Gelegenheit genutzt, Firas Buch „Ich komm auf Deutschland zu: Ein Syrer über seine neue Heimat“ zu kaufen und von ihm signieren zu lassen sowie sich manchmal auch noch eine Umarmung und ein Selfie mit ihm abzuholen. Ein Abend, der sicherlich eines gezeigt hat: Ein Lächeln ist der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen – und zwei Völkern.

Sommerfest 2017

Viele von euch waren da: Am Sonntag, den 17.09.17, fand unser großes (herbstliches) Sommerfest statt – wir möchten uns bei allen bedanken, die das Fest zu so einem großen Erfolg gemacht haben! Ohne all die Unterstützerinnen und Unterstützer wäre die Feier des zweijährigen Jubiläums unseres Miteinander 55+ Projektes (interkultureller SeniorInnenAustausch) nicht möglich gewesen. Wir haben uns gefreut, dass Bürgermeister Hermann in seinem Grußwort die besondere Bedeutung von Vereinen wie der IIK hervorgehoben hat – da es heutzutage mehr denn je Initiativen und Vereine braucht, die im Sinne des respektvollen und gleichwertigen Miteinander Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammenbringen. Wir alle hatten viel Spaß bei den leckeren afghanischen und asiatischen Speisen, den lebhaften bengalischen und Bollywood-Tanzaufführungen, den diversen Musikgruppen und nicht zuletzt der Vorstellung unserer Miteinander 55+ Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Während die Zauberkünste des Zauberers Lukas uns in Staunen versetzten, brachte uns die eigene und anrührende Interpretation des “Ist mir egal”-Songs der kleinen Falak zum Schmunzeln und Schwärmen. Schön, dass uns die Miteinander55+ Tanzgrupppe mit ihrer Tanzvorführung Einblicke in ihr wöchentliches Tanzprogramm gegeben hat. Wir haben auch genossen, von Rashid ein Gedicht zu hören, das von der Liebe über kulturelle Grenzen hinweg erzählte, mit der brasilianischen Band Nhambu zu tanzen und zu klatschen und arabischer Oudmusik von unserem Teilnehmer Ido zu lauschen. Wir hoffen, ihr hattet bei dem bunten Programm ebensoviel Freude wie wir und freuen uns schon auf ein genau so schönes Fest im nächsten Jahr!