Unser Hadi hat seine Ausbildung und seinen Realschulabschluss erfolgreich abgeschlossen. Vor fünf Jahren ist Hadi noch nie in der Schule gewesen. Seine Geschichte:

Seit Abzug der Nato-Kampftruppen aus Afghanistan Ende 2014 gibt es vermehrt Anschläge und Kampfhandlungen zwischen Regierungstruppen und radikalislamischen Kräften in Hadis Heimatland. Es sterben immer mehr Zivilisten, viele davon Kinder. 2015 tauchen Ableger des sogenannten Islamischen Staates (IS) auch in Afghanistan auf und terrorisiert die Bevölkerung weiter. Die Lage für die Zivilisten ist höchst gefährlich.

Der junge Hadi flieht 2016 nach Deutschland und erhält als anerkannter Flüchtling eine Aufenthaltsgenehmigung.

In Afghanistan ist er noch nie in die Schule gegangen. Der Analphabet lernt er in 1,5 Jahren so gut und fleißig Deutsch (die IIK richtet einen Intensivsprachkurs mit Nachhilfestunden für ihn und seinen ebenfalls höchst motivierten Bruder ein), dass er schon 2017 eine Ausbildung als Bäckereifachverkäufer findet, die er im Sommer 2020 erfolgreich abschließt. Seinen Realschulabschluss hat er inzwischen auch gemacht.

Hadi erzählt von seiner Familie in Afghanistan („noch 12 Familienmitglieder“), deren Leben durch Anschläge bedroht sind. Durch Corona ist nun alles noch schwieriger geworden. Diejenigen, die Arbeit hatten, haben sie verloren. Die Familie ist auf Hadi und seinen Bruder angewiesen, doch so schlau und fleißig Hadi auch ist, er kann sie kaum unterstützen.

Am liebsten würde Hadi seine Familie nach Deutschland holen, zumindest seine Eltern. Doch zunächst sucht er einen gut bezahlten Job.

Hadi träumt davon, mehr zu lernen und beruflich erfolgreich zu sein. Grips dazu hat er – doch immer zu wenig Zeit.

Er hat Spaß an Mathe, Physik und Englisch. Er träumt davon etwas mit Elektromechanik zu lernen. Flugzeuge faszinieren ihn.

Unsere nächsten Termine:

Logo Move it

Move it – Du Bewegst – jeweils um 18 Uhr –
Ehrenamtliches Engagement stärken

Aufgrund des derzeitigen Lockdowns finden vorerst bis Ende Januar keine offenen Präsenz-Treffen statt. 
Für die bestehende Gruppe erarbeiten wir digitale Angebote.

Weitere Termine werden bekannt gegeben.

 

Miteinander55+
– jeweils um 16 Uhr –
Interkulturelles Kochen und Austausch für Senior*innen

Aufgrund des derzeitigen Lockdowns finden vorerst bis Ende Januar keine offenen Präsenz-Treffen statt. 

Weitere Termine werden bekannt gegeben.

Unterstützung für MORIA und Co

Das völlig überfüllte Lager Moria ist im September zu großen Teilen abgebrannt. 13.000 Menschen haben alles verloren, was kein Zuhause, aber ihre einzige Unterkunft war. Die Zustände im neu errichtete Lager auf der griechischen Insel Lesbos/Lesvos sind noch schlimmer als es Moria war. Kein Essen, kein warmes Wasser, keine Heizung, kein Strom. Aber Corona, Winter und eine zunehmende Hoffnungslosigkeit.

Was können wir tun?
Vier Vorschläge, wie die schutzsuchende Menschen auf ihrer Flucht, in den Flüchtlingslagern und auf dem Meer unterstützt werden können:

  1. Internationale Petition unterschreiben für eine sofortige Evakuierung der Geflüchteten: www.change.org
  2. Einer Politikerin oder einem Politiker schreiben, hier eine Textvorlage dafür: leavenoonebehind2020.org/act/
  3. Freiwilliges Engagement vor Ort, mindestens 3-6 Monate : Besonders dringend helfen können Jurist*innen, Mezinier*innen, Sozialarbeiter*innen oder Psycholog*innen (auch im Studium). Unterstützer*innen in der Logistik oder im Transport werden auch gesucht.
    Wer mehrere Sprachen spricht, z.B. Farsi, Französisch oder Arabisch, kann besonders gut in der Kommunikation aushelfen.
    Für alle potenziellen Freiwilligen gibt es auch einen Information Point auf Facebook und einen Guide, in dem es viele Informationen gibt für einen freiwilligen Einsatz für die FLüchtlinge auf Lesbos oder an anderen Orten in Griechenland.
  4. Finanzielle Unterstützung der Hilfsorganisationen vor Ort. Auf folgender Website von der Seebrücke gibt es eine Liste mit Hilforganisationen: seebruecke.org

Weiß, schwarz, kirschrot, sonnengelb, gepunktet, gestreift, kariert

– wir und unsere Unterstützerinnen nähen sie für euch!
Nach dem Motto „eine Maske ist besser als keine Maske!“ nähen unsere Unterstützerinnen zusammen mit unserer IIK-Leiterin Lipi Mahjabin Ahmed seit Mitte März fleißig Masken. Bei unseren Teilnehmer*innen, Ehrenamtlichen, Geflüchtete und sonstige Unterstützer*innen finden sie großen Anklang.
Mit selbstgenähten Masken kann man im Falle einer Infektion das Risiko verringern, andere anzustecken.

Der wichtigste Schutz weiterhin: möglichst draußen treffen, Husten und Niesen in die Ellenbeuge und mindestens 1.5 Meter Abstand zu anderen Personen halten.

Meldet euch gerne bei uns im Büro, wenn ihr eine kostenlose Gesichtsmaske wollt!
Info@iik-hannover.de
0511-440484