Stellenangebot unseres Netzwerkes MiSO e.V.

Das MigrantInnenSelbstOrganisationen-Netzwerk Hannover e.V. (MiSO) sucht zum 15.11.2021 Verstärkung (Beschäftigungsbeginn am 01.01.2022 ist ebenfalls möglich). Die Stelle ist in Vollzeit (39 Std./ Woche) zu besetzen und bis zum 31.12.2022 zunächst befristet, eine Verlängerung ist möglich. Die Vergütung erfolgt je nach Qualifikation und in Anlehnung an den TVÖD Bund nach den Entgeltgruppen E9 – E11.

Aufgaben:
– Professionelle Unterstützung des Vorstands bei strategischen und operativen Aufgaben sowie im Tagesgeschäft
– Recherche und Aufbereitung von Informationen, Erarbeitung von Entscheidungsvorlagen
– Inhaltliche Vorbereitung und Koordination von Veranstaltungen, Terminen und Kontakten sowie Begleitung bei Terminen
– Projekt- und Veranstaltungsmanagement
– Koordination des MiSO-Büros, Personalleitung und Ausbildungsbegleitung
– Mitgestaltung von Arbeitsabläufen und Organisationsmanagement
– Vertretung von MISO in Sitzungen und Veranstaltungen

Vorausgesetzt werden:
– Abgeschlossene Hochschulausbildung (bevorzugt Master, Magister im Bereich Sozialwissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaften, Erziehungswissenschaften) sowie einschlägige Berufserfahrung ergänzt um strategisches Denken und methodisches Know-how
– Relevante Berufserfahrung in der Assistenz auf GF-/Vorstandsebene und Personalleitung
– Sehr gute Kenntnisse und Erfahrung im Themenfeld Migration und Teilhabe
– Mehrjährige Erfahrungen im Bereich des Projektmanagements, Antragstellung und Vereinsführung sowie Kenntnisse des Zuwendungsrechts
– Eigenverantwortliche Durchführung und Koordination von operativen und strategischen Projekten
– Organisationsvermögen, Kreativität und Belastbarkeit
– Selbstständige, organisierte und kooperative Arbeitsweise
– Analytisches und strategisches Denken
– Identifikation mit den Zielen und der Arbeit des MiSO
– Souveränes und gewinnendes Auftreten sowie ein hohes Maß an Diskretion, Zuverlässigkeit und Loyalität
– Sehr gute Fähigkeit, sich in Wort und Schrift auszudrücken

Wir bieten:
– Eine intellektuell anregende und sozial sinnhafte Tätigkeit
– Sehr gute Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten
– Flexible Arbeitszeitgestaltung und die Möglichkeit zu mobilem Arbeiten
– Ein engagiertes Team mit flachen Hierarchien
– Eine strukturierte und sorgfältige Einarbeitung für Ihren optimalen Start
– Jährliche Entwicklungsgespräche inkl. Weiterbildung

Wir freuen uns besonders über Bewerbungen von Menschen mit Migrationserfahrung.
Bewerbungen schicken Sie bitte bis zum 15.11.2021 ausschließlich per E-Mail an den MiSO-Vorstand.
E-Mail: vorstand@miso-netzwerk.de
Hannover, 16.09.2021

Hannovers Fest der Vielfalt

Am Sonntag, 19. September 2021 konnte die IIK e. V. endlich wieder zu einem Sommerfest einladen. Zusammen mit 25 anderen interkulturellen Vereinen, Gruppen und Initiativen wurde bei schönem Wetter das fünfte „Fest der Vielfalt“ gefeiert.

Das Bühnenprogramm in der Faust-Warenannahme eröffneten IIK-Leiterin Lipi Mahjabin Ahmed und Sylvia Bruns, Sozialdezernentin der Stadt Hannover, mit einem Grußwort. Beide sprachen sich dafür aus, die wachsende soziale und kulturelle Vielfalt der Stadt als ein großes Potential und eine große Stärke anzusehen. Immerhin 38 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner haben 
einen Migrationsgeschichte; in Hannover werden 190 Sprachen gesprochen!

Einem bezaubernden indischen Tanz als Auftakt folgte eine Art Werkstattbericht aus dem IIK-Antirassismus-Projekt „Zusammenleben in Vielfalt“, in Form einer Kurzfilmpremiere mit mutigen Aussagen von Betroffenen. Reggae-Rapper KORO BONI erzeugte anschließend mit seiner Musik die richtige Stimmung, um sich mit guter Laune und Appetit nach draußen zu den vielen Ständen zu begeben.

Hier konnte das Publikum sich über den Nachmittag verteilt nach Herzenslust mit kulinarischen Spezialitäten aus verschiedenen Nationen versorgen. Für die jüngeren Besucher gab es lustige Aktivitäten wie Geografie-Puzzles legen (Afrika, Ukraine), Malen, Karom spielen und – als ganz große Attraktion – das traditionelle peruanische Piñata-Schlagen. Besonders beliebt war die offene Trommelecke, die der gesamten Veranstaltung einen geselligen Klangteppich verpasste. Musikalisch rundeten am Ende die Gesangstruppe „eVIVA“ und die stadtbekannten „Linden Legendz“ das Fest ab.

Einige hannoversche Ratspolitiker*innen beehrten das Fest mit ihrer Anwesenheit: Bala S. Ramani (SPD) und Monika Neveling (Grüne) mischten sich ins Publikum und unterstützten so die Idee und den Geist, in dem es gefeiert wurde. Lipi Ahmed brachte es so auf den Punkt: „Unser Motto heute „Vielfalt ist unsere Stärke“. Doch wir müssen dafür sorgen, dass wir mit all unseren Stärken und Unterschiedlichkeiten nicht nur hier und heute vielfältig zusammen feiern und leben. Manchmal begegnen wir Misstrauen, Angst und Ablehnung. Gewalt und Rassismus sind die Folge. Rassismus gefährdet unser Zusammenleben und unsere Demokratie. Er wertet ab, er grenzt aus, er bedroht, er gefährdet unsere Teilhabe. Wir alle müssen gegen Rassismus kämpfen. Das liegt mir am Herzen. Wir brauchen eine offene Debatte über Rassismus in der Gesellschaft. Denn unser Weg ist der Weg von 
Demokratie, Teilhabe und Mitwirkung. Unsere ganze Arbeit in der IIK geht in genau diese Richtung, und das schon seit vielen Jahren!“

Vielen Dank an die vielen interkulturellen Vereine und Gruppen, die mitgemacht haben und Spiele, Musik oder liebevoll zubereitetes Essen angeboten haben:

Kulturzentrum Faust, MiSo, Vietnam Zentrum, Welt in Hannover, Radio Flora, Freunde für Galy, Grupo Intercultural Canela – Peru, Indischer Verein, Bangladesh Gruppe, Black and White for Angola, eVIVA, Linden Legendz, kargah, Azadi – Deutsch-Kurdischer Hilfsverein für Syrer, Dialog plus integration, Afropäa Hannover, Ukrainischer Verein, Mexikanische, Italienische und Sudanesische Gruppe, ADV-Nord, Ivoire Diaspora, Afghanisches Frauennetz und den Interkulturellen Dienst der Polizei Hannover.

Der erste Film von Teilnehmenden aus unserem Anti-Diskriminierungs-Projekt „Zusammenleben in Vielfalt“ ist fertig!
Wir sind beeindruckt und stolz über den Mut und die Offenheit von Anas, Giggi, Kamela und Jessy.

Vielen Dank an euch!

Die vier berichten in dem Film über ihre Erfahrungen mit Rassismus.

Filmpremiere war auf unserem Fest der Vielfalt am 19.09.2021.

Inzwischen ist er online für alle auf unserem YouTube-Kanal zu sehen.

Erster Workshop der 2021-Reihe zu „Wege in Ausbildung und Beruf“am 28.08.2021 gelaufen:

Nach einem Wechsel der Räumlichkeiten (danke für eure Geduld), ging es in den Räumen der IIK auf dem Faustgelände in Linden Nord mit einer regen Vorstellungsrunde los:
Was machen die Teilnehmenden des Workshops aktuell beruflich? Was ist ihr Herkunftsland?

Die Stimmung des gesamten Workshops war vertrauensvoll und offen mit großer Beteiligung von allen. Workshopleiter Maissara verstand es, die Schwierigkeiten der Geflüchteten und Migrant*innen herauszuarbeiten und den Austausch durch Tipps aus seiner eigenen Erfahrung zu bereichern.

Gerade diejenigen mit dunkler Hautfarbe begegnen auf ihrem Weg zum Beruf vielen Schwierigkeiten. Viele aus dem Bereich der Geflüchteten arbeiten in Zeitarbeitsfirmen.
Eine allgemein große Hoffnung bei Zeitarbeitsfirmen ist, irgendwann übernommen zu werden. Die Erfahrungen der Teilnehmenden und aus ihrem Umkreis ist aber, dass eine Festanstellung bei den Zeitarbeitsfirmen nie angeboten wurde und im Gegenteil die Erfahrungen von rechtlich bedenkliche Kündigungen gemacht wurde.

Auf dem Feld der Ausbildung gibt es in der Praxis nach den Erfahrungen der Gruppe nur Möglichkeiten im Bereich „Metallbau, Schweißer, Lackierer und Maler“. Es gilt aber viele weitere Ausbildungsfelder, zu erobern.

Maissara riet immer wieder dazu, sich gut zu vernetzen, zusammenzuarbeiten und die eigenen Ziele nicht zu klein zu halten:
Schließt euch zusammen und gründet ein Unternehmen“ oder „holt euch, wann immer, es geht Unterstützung„.

Wer Unterstützung auf dem Weg zum Beruf sucht, kann sich auch gerne zu uns an die Beratung der IIK wenden.

Die Bildungsveranstaltungen im Rahmen des Projektes „Wir leben in Hannover – eine bunte Verbindung“ finden in Zusammenarbeit mit dem VNB e.V., Umbaja e.V. und dem Flüchtlingsrat Niedersachsen sowie in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover statt.

-> Nächster Workshop zu „Wege in Ausbildung und Beruf“ findet am 11. September von 14-18 Uhr statt. Anmeldungen: info@iik-hannover.de | 0511 / 440 484 <-

Niedersachen zum Sicheren Hafen für alle

Kampagne mit Flüchtlingsrat Niedersachsen und vielen weiteren Vereinen, Initiativen und Bewegungen gestartet!

Immer mehr Kommunen in Niedersachsen erklären sich zu Sicheren Häfen. Das sind wichtige Schritte! Denn ein Sicherer Hafen ist ein Ort des Ankommens für Schutzsuchende, insbesondere für jene, die unter katastrophalen Bedingungen an Europas Grenzen festsitzen. Gleichzeitig stehen Menschen, die bereits in Niedersachsen leben, und das oft seit vielen Jahren, noch immer vor vielen Hürden. Ein Sicherer Hafen muss Sicherheit und Teilhabe für alle Menschen schaffen, die vor Ort leben.

Zusammen mit dem Flüchtlingsrat Niedersachsen, MiSO e.V., der IIK und vielen weiteren Vereinen, Bewegungen und Initiativen haben wir bei der Auftaktveranstaltung der Kampagne am Mittwoch den 16.06. ein Bündnispapier erarbeitet, wie ein Sicherer Hafen für alle in Niedersachsen aussehen kann.

Erster Workshop unseres Projektes „Zusammenleben in Vielfalt“ (ZIV) gut besucht

Am Freitag, den 28. Mai 2021 lief der erste Anti-Diskriminierungs-Workshop von ZIV mit der erfahrenen Antirassismus- und Empowerment-Trainerin Sabrina Rahimi.

Der Workshop war ausgebucht und im geschützten Rahmen konnten sich die Teilnehmenden austauschen, wie sie mit den Erfahrungen von rassistischen Diskriminierungen umgehen. Sie haben festgestellt, ihre Geschichten sind keine Einzelfälle – und sie sind nicht allein. Manchmal merkt man auch erst, dass ein Verhalten rassistisch diskriminierend war, wenn andere von ähnlichen Erfahrungen berichten. Wir danken euch für eure Teilnahme!

Es geht weiter, die IIK bietet in diesem und kommenden Jahr regelmäßig Workshops an und Möglichkeiten, diese mit Profis gemeinsam zu verarbeiten. Vielleicht möchtest auch du an einem unserer Workshops teilnehmen oder deine Geschichten in Filmen, Texten, Fotos und Social Media Kampagnen verarbeiten und anderen mitteilen?

Komm zu ZiV ! Schreib oder sprich uns an, wir finden gemeinsam etwas, was du machen kannst – für dich, für die Gesellschaft und andere, die betroffen sind: ziv@iik-hannover.de | 0511 440484

Nächster Workshop:
23. September, 16:00 Uhr

Wir bieten eine neue Workshopreihe an zum Thema:

Deutscher Kolonialismus und seine Folgen

Deutschland erkennt seine Kolonialverbrechen an den Herero und Nama im heutigen Namibien politisch-moralisch an. Zwischen 1904 und 1908 haben deutsche Truppen im damaligen „Deutsch-Südwestafrika“ ca. 65.000 von 80.000 Herero und mindestens 10.000 von 20.000 Nama getötet.

Die deutsche Anerkennung muss nun zu einer umfassenden Aufarbeitung und Bildungsarbeit über den (deutschen) Kolonialismus und seinen Folgen führen. Passend dazu haben wir eine ganztägige und kostenlose Workshop-Reihe zum deutschen Kolonialismus und seinen Folgen entwickelt.

Workshopleiterin ist Elaine Thomas – Künstlerin, Aktivistin und Workshopleiterin zu PoC-Themen und Kolonialismus.

Workshop 1: Mittwoch – 28.07.2021 [15 Uhr]
Kolonialismus – Begriff, Geschichte, Gegenwart

Workshop 2: Mittwoch – 04.08.2021 [15 Uhr]
Kolonialismus und Rassismus – Zusammen, was zusammengehört

Workshop 3: Samstag – 25.09.2021 [15 Uhr]
Kolonialismus und Nationalismus – „Volk ohne Raum“

Workshop 4: Mittwoch – 06.10.2021 [15 Uhr]
Vergangenheit und Gegenwart – Heutige Diskriminierungsformen und was diese mit Kolonialismus zu tun haben

Anmeldungen für die Workshopreihe oder für einzelne Workshops:
info@iik-hannover.de
oder 0511 440484

Dieses Projekt veranstalten wir im Rahmen des Netzwerkes ALBuM zusammen mit dem Kooperationspartnern Tolstoi e.V. und Ivoire Diaspora e.V.
In dem Netzwerk ALBuM arbeiten Migrationsorganisationen und Bildungseinrichtungen in Kooperation mit der Landeshauptstadt Hannover zu dem Projekt „Wir leben in Hannover – eine bunte Verbindung“ zusammen.

Aktueller Presseartikel über „Zusammenleben in Vielfalt“ (ZIV) in der Juni-Ausgabe vom Lindenspiegel:

Interessiert ? → ziv.iik-hannover.de

ZUSAMMENLEBEN IN VIELFALT

mikrologo Ziv

Unsere nächsten Termine:

Move it – Du Bewegst

– jeweils Dienstags um 18 Uhr und an weiteren Terminen –
Ehrenamtliches Engagement stärken
Wir treffen uns wieder vor Ort im IIK Büro oder der Warenannahme

 

Miteinander55+

– jeweils um 16 Uhr –
Interkulturelles Kochen und Austausch für Senior*innen
Aufgrund des derzeitigen Lockdowns finden aktuell keine offenen Präsenz-Treffen statt.

Sobald Präsenztermine möglich sind, werden sie hier bekannt gegeben.

Artikel im Stadtkind mit unserer Geschäftsleitung, Mahjabin Ahmed:

LIP 2.0. – der Lokale Integrationsplan mit neuem Namen hat erste Phase abgeschlossen

Die Bevölkerung Hannovers hat einen neuen Titel gewählt:

Wir sind Hannover — Zusammenleben in der Stadt.
Strategien für Migration und Teilhabe.

Zudem hat der internationale Ausschuss das erarbeitete Strategiepapier beschlossen. Somit steht nun die inhaltliche Ausrichtung der Neuauflage des Lokalen Integrationsplans.
In der zweiten Phase werden die Expert*innengruppen nun anfangen, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um die Migrations- Teilhabepolitik in der Stadt zu stärken.

Unterstützung für MORIA und Co

Das völlig überfüllte Lager Moria ist im September zu großen Teilen abgebrannt. 13.000 Menschen haben alles verloren, was kein Zuhause, aber ihre einzige Unterkunft war. Die Zustände im neu errichtete Lager auf der griechischen Insel Lesbos/Lesvos sind noch schlimmer als es Moria war. Kein Essen, kein warmes Wasser, keine Heizung, kein Strom. Aber Corona, Winter und eine zunehmende Hoffnungslosigkeit.

Was können wir tun?
Vier Vorschläge, wie die schutzsuchende Menschen auf ihrer Flucht, in den Flüchtlingslagern und auf dem Meer unterstützt werden können:

Internationale Petition unterschreiben für eine sofortige Evakuierung der Geflüchteten: www.change.org

Einer Politikerin oder einem Politiker schreiben, hier eine Textvorlage dafür: leavenoonebehind2020.org/act/

Freiwilliges Engagement vor Ort, mindestens 3-6 Monate : Besonders dringend helfen können Jurist*innen, Mezinier*innen, Sozialarbeiter*innen oder Psycholog*innen (auch im Studium). Unterstützer*innen in der Logistik oder im Transport werden auch gesucht.
Wer mehrere Sprachen spricht, z.B. Farsi, Französisch oder Arabisch, kann besonders gut in der Kommunikation aushelfen.
Für alle potenziellen Freiwilligen gibt es auch einen Information Point auf Facebook und einen Guide, in dem es viele Informationen gibt für einen freiwilligen Einsatz für die FLüchtlinge auf Lesbos oder an anderen Orten in Griechenland.
Finanzielle Unterstützung der Hilfsorganisationen vor Ort. Auf folgender Website von der Seebrücke gibt es eine Liste mit Hilforganisationen: seebruecke.org