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Vielen Dank für euer Vertrauen: LIP Vertreterinnen MiSOwir freuen uns über die neue Verantwortung unserer Projektleitung Lipi Mahjabin Ahmed, MiSO in der Lenkungsgruppe zum neuen Integrationsplan „LIP 2.0“ zusammen mit Abayomi Bankole (ADV Nord) und Dr. Peyman Javaher-Haghighi (kargah) zu vertreten und an der inhaltlichen Ausgestaltung des neuen LIP mitzuentscheiden.

Unsere nächsten Termine:

Logo Move it

Move it – Du bewegst
– jeweils um 18 Uhr im IIK Büro –

Di. 21.01.20 Medienkompetenz: wir teilen unser liebstes Musikstück (in der Warenannahme)

Di. 28.01.20 zum Komplex Medienkompetenz in der Warenannahme

Di. 04.02.20 zum Komplex Selbtskompetenz in der Warenannahme

Die weiteren Termine für 2020 werden noch bekannt gegeben!

 

Miteinander 55+
– jeweils um 16 Uhr im IIK Büro –

Gemeinsames Kochen und Kreativität

23. Januar 2020

13. Februar 2020

27. Februar 2020

Weitere Termine werden bekannt gegeben.

Du hast Lust, ehrenamtlich aktiv zu werden und Menschen aus den verschiedensten Kulturen kennenzulernen und zu unterstützen?
Dann bist du bei uns genau richtig.

Weitere Informationen findest du unter Ehrenamt

Deutschkurse von A0 bis A2

Wir bieten Deutschkurse von der Alphabetisierung bis A2 an.
Wer an den Kursen teilnehmen möchte, kann sich dienstagvormittags im IIK-Büro anmelden.

Eine Übersicht zu den Kursen findet ihr hier.

Veranstaltung zum Tag der Menschenrechte am 04.12.2019

Close Moria von Constanze AbelAuf unserer Veranstaltung am 4. Dezember 2019 in der Faust-Warenannahme zum Tag der Menschenrechte in der Reihe „Menschenrechte grenzenlos“ ging es um Geflüchtete, die aus der Türkei kommend auf den griechischen Inseln festsitzen.

Lipi Mahjabin Ahmed

Einen direkten Einblick zur Lage im Flüchtlings-Hotspot „Moria“ auf der griechischen Insel Lesbos erhielten unsere 70 Besucher*innen durch den mutigen Film des beteiligten Geflüchteten Fridoon Joinda. Sein Film „Moria 35“ dokumentiert die brutale Niederschlagung von Protesten gegen die menschenunwürdigen Zustände sowie die fortwährende Kriminalisierung von Geflüchteten auf den griechischen Inseln seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Abkommens im März 2016.

„Wir wissen alle, wie traurig und unmenschlich diese unhaltbaren Zustände sind“, brachte IIK-Leiterin Lipi Mahabin Ahmed schon zu Beginn der Veranstaltung die Gefühle auf den Punkt.

„Freedom, Freedom“, riefen die Geflüchteten aus dem Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Ihr Protestmarsch im Sommer 2017 führte für 35 von ihnen zu langen Gefängnisstrafen. „Das war ein Albtraum“, sagte einer der Betroffenen im Film, „völlig hoffnungslos“ ergänzte ein Jurist. Vorangegangen waren Gewaltexzesse bei massiven Polizeiaktionen, am Ende standen für einige der Asylbewerber*innen sofortige Abschiebungen.

I m Anschluss an den Film wurde auf dem Podium diskutiert: Bruno Adam Wolf (Piratenpartei Hannover, ehemaliger Sea-Watch Kapitän), Valeria Hänsel (Produzentin „Moria 35“, Aktivistin für Menschenrechte) und als Moderator Kai Weber (Flüchtlingsrat Niedersachsen).

„Derzeit wird immer mehr auf Inhaftierung gesetzt“, sagte Valeria Hänsel. Seenotretter Bruno Adam Wolf ergänzt: „Das sind EU-finanzierte Gefängnisse, in denen Geflüchtete kriminalisiert werden.“ Aktuell gehe es um 38.800 Menschen, die auf den Inseln festsitzen, davon allein 4.100 Minderjährige. „Übelste Verhältnisse gerade für unbegleitete Mädchen“, meinte Wolf. Innenminister Boris Pistorius hatte sich unlängst nach einem Besuch auf Lesbos dafür eingesetzt, möglichst viele unbegleitete Minderjährige nach Deutschland zu holen (bitte unterschreibt die Online-Petition auf WeACT).

Am Rande der Veranstaltung lagen entsprechende Briefvorlagen für den eigenen Versand an Politiker*innen aus (die Vorlage kann hier runtergeladen, angepasst verwendet werden). Sie enthielten die Bitte, mindestens 1.000 Minderjährige aufzunehmen. „Angesichts der dramatischen Lage vor Ort appellieren wir an Sie, Herr Minister Pistorius: Lassen Sie die unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten aus Griechenland doch alle nach Niedersachsen kommen!“, heißt es in den Mahnbriefen: „Wir können nicht länger auf die anderen Bundesländer oder gar Bundesminister Seehofer warten. Diese Kinder und Jugendlichen brauchen Hilfe, nicht irgendwann – sondern jetzt! Wir bitten Sie dringend darum zu handeln.“

Während der Podiumsdiskussion wurde ein Fernseh-Interview mit Gerald Knaus eingespielt. Der österreichische Migrationsforscher gilt als Erfinder des sogenannten „Türkei-Deals“. Es sei möglich, sagte er, „die Verfahren schnell durchzuführen und die Lebensbedingungen zu verbessern.“ „Ein Ding der Unmöglichkeit“, kommentierte Valeria Hänsel. Die Realität sehe anders aus. Derzeit würden auf den Inseln große Gefängnisse neu gebaut, ergänzte Wolf.

Abschließend wurde aus dem Publikum nach konkreten Utopien für dieses schwierige Thema gefragt. „Wir müssen uns bewegen“, meinte die Menschenrechtsaktivistin Hänsel dazu. „Migration ist der Motor vom Fortschritt“, prognostizierte Piratenpolitiker Wolf. Moderator Weber vom Flüchtlingsrat unterstrich: „Es braucht in dieser Zeit Menschenrechtsverteidiger*innen“.

Foto Close Moria: Constanze Abel

Move it – Du bewegst

Du willst etwas bewegen? Etwas in Deinem Stadtteil oder der Gesamtgesellschaft verändern? Deine Meinung zu einem Thema so sagen, dass sie auch von anderen gehört wird? Etwas dafür tun, dass Menschen aller Geschlechter und Kulturen gleich behandelt werden? Dann bist Du bei unserem neuen Projekt „Move it“ genau richtig!

Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 27 Jahren (Ausnahmen möglich) – mit oder ohne Migrationshintergrund – sind eingeladen mitzumachen.

In verschiedenen Workshops gehen wir folgenden Fragen nach:

Was ist eine Demokratie und was sind demokratische Werte? Was bedeutet Gleichstellung? Wie können wir Medien nutzen um die Gesellschaft zu verändern und was bedeutet Meinungsfreiheit? Welche Stärken und Potenziale schlummern in uns und wie können wir sie aktiv nutzen? Diese Fragen begleiten uns im Projekt. Außerdem möchten wir mit Euch zusammen spannende Präsentationen unserer neu gewonnenen Kenntnisse entwerfen. Ob als Videoclip, Internetpräsentation, Text, Fotoserie oder in einer anderen Form – Ihr entscheidet, was wir entwickeln.

Um einen handfesten Einblick in demokratische Mitgestaltungsmöglichkeiten zu bekommen, wollen wir außerdem verschiedene Organisationen und Personen besuchen, darunter Verbände, Gewerkschaften, Parlamente, Initiativen, aber auch Medienhäuser und Blogger*innen.

Neugierig geworden?

Mehr Informationen findest du auf der Move it-Website!

Oder komm einfach dienstags um 18 Uhr vorbei.

Mein Erfahrungsbericht

Von Mai bis Juli war Elvira (rechts im Bild) bei uns als Praktikantin im Einsatz. Sie wollte in die Arbeit unseres Büros reinschnuppern und hat uns in der Zeit tatkräftig unterstützt. Auch bei unserer Projektarbeit war sie aktiv, sei es bei Move it oder bei Miteinander 55+. Hier könnt ihr einen Erfahrungsbericht über ihre Zeit in Deutschland und in der IIK lesen.

Ich bin eine Ukrainerin und wohne seit 3 Jahren in Deutschland. Die Deutsche Sprache habe ich erst hier angefangen, zu lernen. Das war nicht so leicht. Alles war für mich Neu: der Staat, vorher unbekannte Sprache, die Kultur, die Leute. Am Anfang wusste ich nicht, womit ich anfangen sollte. Wie kann ich mich in dieses Land integrieren, eine Arbeit und neue Freunden finden? Ich machte mir darum Sorgen, wie schaffe ich das? Aber nach und nach habe ich meinen Integrationskurs beendet. Der gab mir die Möglichkeit, Grundbegriffe zu verstehen und meine Meinung und Wünsche zu äußern.  Trotzdem habe ich mich manchmal einsam gefühlt und hatte Heimweh. Dadurch ist ein Mangel an Kommunikation entstanden, der sich auf mein soziales Leben auswirkt. Ich wollte mich mehr über Deutschland, die Kultur und deutschen Bräuche erkundigen. So habe ich die IIK – Initiative für Internationalen Kulturaustausch e.V. –  in Hannover kennengelernt. Ich interessiere mich für die IIK,  weil sie ein Verein für interkulturelle Kommunikation ist. Sie bietet für Geflüchtete und  Migrant*innen, wie mich, Unterstützung und Beratung, interkulturelle Freizeitangebote für Menschen ab 55 Jahren, vielfältige Workshops und Bildungsangebote. Diese richten sich auch an Einheimische. Außerdem fördert IIK den kulturellen Austausch, hilft den Menschen bei der Vernetzung und bietet Deutschkurse für Anfäng*innen an. Ich habe bei der IIK ein kurzes Praktikum absolviert. Das war eine schöne Zeit für mich. Ich war ein Teil des Teams, das aus mehreren hauptamtlichen Mitarbeiter*innen, Ehrenamtlichen und einem großen Kreis von Vereinsmitgliedern besteht. Bei der IIK herrscht reibungslose Teamarbeit und alle Aufgaben sind zwischen den Mitarbeiter*innen klar gegliedert. Besonders hat mir gefallen, dass im Mittelpunkt der Arbeit der IIK das Miteinander vielfältiger Kulturen steht. Ich habe hier neue Freunde gefunden und Kontakte zu Deutschen  geknüpft. Die Erfahrung der Arbeit in einem internationalen Team hat mir auch geholfen meine Deutschkenntnisse zu vertiefen.