Am 24. Februar 2022 hat Russlands Präsident Putin seine Kampftruppen die Ukraine angreifen lassen. Seither gibt es zahlreiche russische Angriffe durch Bodentruppen und aus der Luft. Mehr als ein Viertel der einstigen Gesamtbevölkerung der Ukraine sind laut UN-Berichten bereits durch die militärischen Angriffe Russlands aus der Ukraine vertrieben worden.

Hier sammlen wir Informationen für diejenigen, die auf der Flucht aus dem Krieg in der Ukraine in Deutschland gelandet sind:

Aufenthaltsrecht (nach §24)

Ukrainische Geflüchtete können sich zunächst grundsätzlich für 90 Tage in Deutschland aufhalten. Diese Zeit kann als Orientierung genutzt und ggf. verlängert werden. Danach ist es unserer Ansicht nach empfehlenswert, das von der EU angebotene Aufenthaltsrecht Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz nach §24 Aufenthaltsgesetz über die Ausländerbehörden zu beantragen.

Bis aktuell zum 31.08. 2022 muss das anschließende Aufenthaltsrecht nach §24 Aufenthaltsgesetz bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragt werden. Auch Drittstaatler, die aus der Ukraine geflohen sind, haben somit auf jeden Fall bis zum 31.08.2022 mögliche Aufenthaltsrechte zu beantragen – zum Beispiel ebenfalls §24 oder Aufenthalte zum Zwecke des Studiums oder einen Asylantrag.

Dies geht in Hannover zum Beispiel über die Außenstellen der Ausländerbehörde der Stadt Hannover in der Messehalle 27 auf dem Messegelände.

Oder einfach per E-Mail: abh@hannover-stadt.de
Betreff: Ukraine
Inhalt der E-Mail: Vorname, Name, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer
– Sofern vorhanden Kopie von Reisepass und Grenzübertrittsbescheinigungen anhängen –

Inzwischen werden neu-Registrierte über die Landesaufnahmebehörde (Messehalle 13) in ganz Niedersachsen verteilt.

Sozialleistungen/Sozialhilfe/Geld zum Leben

kann beim Sozialamt beantragt werden. Per Telefon-Anruf werden Termine für die Beantragung vergeben: +49 511 168 42472
(Fachbereich Soziales, Hamburger Allee 25, 30161 Hannover).
Vor Erteilung der Aufenthaltserlaubnis besteht Anspruch auf Geld gem. § 1a Abs. 1 Nr. 1a Asylbewerberleistungsgesetz. Nach Erteilung der Aufenthaltserlaubnis durch die Ausländerbehörden besteht Anspruch gem. § 1a Abs. 1 Nr. 3a AsylbLG.

Deutsch lernen

Mit dem Aufenthaltstitel (oder auch dem vorläufigen Papier, der Fiktionsbescheinigung) nach §24 Aufenthaltsgesetz können „Integrationskurse“ über das BAMF beantragt werden. Dies sind Deutschkurse, in denen die Teilnehmenden Deutsch bis zum Niveau B1 lernen können. Mit der Zulassung zum Integrationskurs vom BAMF ist eine Anmeldung für kostenlose Deutschkurse an verschiedenen Sprachschulen möglich.

Hier kann das Antragsformular heruntergeladen werden: Antrag Integrationskurs (PDF)

Das Formular muss per Post (mit Kopien Aufenthaltstitel/Fiktionsbescheinigung und Reisepass) muss an folgende BAMF-Adresse geschickt werden:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge – Regionalstelle Braunschweig
Herr Claas
Münchenstraße 12
38118 Braunschweig

Kita / Kindergarten (3-6jährige Kinder)

Der Fachbereich Jugend und Familie (Joachimstraße 8, 30159 Hannover) der Stadt Hannover prüft die Möglichkeiten weiterer Betreuungsplätze für Kinder bis 6 Jahren unter der Rufnummer 0511 / 168 – 42 78 6.

Schule

In Deutschland sind Kinder ab 6 / 7  Jahren schulpflichtig. Das städtisches Bildungsbüro organisiert die Schulplatzvergabe (RLSB – Regionales Landesamt für Schule und Bildung Hannover). Diese Behörde kan unter 0511 / 168-31061 Montag bis Donnerstag von 8 bis 16.30 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr erreicht werden.

Universität

Ansprechpartner für Studierende:
Ludolf von Dassel
ludolf.vondassel@zuv.uni-hannover.de
Telefon +49 511 762-3964

Ansprechpartnerin für Forschende:
Manuela Schimmels
manuela.schimmels@zuv.uni-hannover.de
Telefon +49 511 762-17661